14.12.2005 - 00:00 Uhr
StullnOberpfalz

Abschiedsschießen der "Glück-Auf"-Schützen im Gasthaus Bodensteiner - Umzug am Freitag Neues Domizil nach 41 Jahren

Erinnerungen an die vergangenen Zeiten im Schützenheim im Gasthaus Bodensteiner und die Vorfreuden auf den Einzug ins neue Domizil am Kirchsteig prägten die Stimmung der aktiven Mitglieder des Schützenvereins "Glück-Auf" beim Abschiedsschießen.

von Herbert RohrwildProfil

Mit der kurzen Aussage "Wehmut kommt auf", brachte Schützenmeister Josef Bierler die gemischten Gefühle zum Ausdruck. Zahlreich waren die aktiven Schützen der Einladung ins Schützenheim im Gasthaus Bodensteiner gefolgt, um die Erinnerungsscheibe für den Vereinsgastwirt und aktiven Schützen Hans Bodensteiner auszuschießen.

Nur ein Schuss war gestattet und das beste Plattl konnte Maria Koller mit nach Hause nehmen, gefolgt von Hans Bodensteiner und Hans Harrer. Schützenmeister Josef Bierler nahm die Gelegenheit zum Rückblick in die Gründerzeit und zu einem knappen Abriss der Vereinsentwicklung wahr. Der Schützenverein wurde am 2. März 1952 im Gasthaus Bodensteiner aus der Taufe gehoben. In die Vorstandschaft wurden als erster und zweiter Schützenmeister Hans Schmidl und Andreas Schmal gewählt, als Schriftführer fungierte Johann Prokisch und die Kassengeschäfte führte Michael Schmal.

Mehrmals renoviert

Aufschlussreich sind die äußeren Bedingungen in der Gründerzeit: Geschossen wurde im Gastzimmer von der Eingangstür, quer in Richtung Herrgottswinkel von einem Stand mit einer "Walter-LG Knicklauf" bei normalem Wirtschaftsbetrieb. Ein Unfall war nie zu verzeichnen. Gemeinsam wurde 1964 von Gastwirt Gregor Bodensteiner, dem Vater des jetzigen Besitzers, und dem Verein das Schützenheim errichtet. Das Gebäude besteht nun seit 41 Jahren, ist mehrmals renoviert und immer wieder den neuen Anforderungen angepasst worden.

Im Schützenheim gingen viele Feste über die Bühne: Nuss-, Pokal-, Kirwa- und Bürgerschießen sind ausgetragen und viele, Stunden in geselliger Runde verbracht worden. "Mit dieser Träne in den Augen wollen wir dennoch nach vorne schauen", meinte der Schützenmeister und ging in knappen Sätzen auf den Neubau des Schützenheimes ein. Die erste Erwähnung des Schützenheimneubaus war in einer Vorstandschaftssitzung im Jahre 2000. Die anfänglichen Überlegungen hatten eine Erweiterung auf zehn Stände, einen Neubau an den Saal oder im Garten ins Auge gefasst. Aus verschiedenen Gründen sind diese Überlegungen gescheitert. Daraufhin reifte ein Plan von einem eigenen Schützenheim neben dem Gemeindezentrum am Kirchsteig.

Der erste Traum mit einem 25-Meter-Pistolenstand kam wegen der Finanzierungssumme von 455 000 Euro nicht zum Tragen. Die jetzt geschaffene Lösung mit einer Bausumme in Höhe von 300 000 Euro erfülle die Schützen mit Stolz. "Der Schützenverein war über 53 Jahre bei euch zu Hause. In dieser Zeit gab es niemals einen ernsten Streit und diese Erinnerung wollen wir auch weiter tragen", wandte sich Schützenmeister Josef Bierler an das Gastwirtsehepaar Josephine und Johann Bodensteiner.

Scheibe für den Wirt

Zum Abschluss überreichte der Schützenmeister die Erinnerungsscheibe - gedrechselt von Gottfried Vetter und gemalt vom Grafenrichter Künstler "Geiselbauer" - für die 53-jährige Verbindung der Familie Bodensteiner mit dem Schützenverein. Am Schluss erging an alle für Freitag um 19 Uhr die Einladung zum Abmarsch vom Gasthaus Bodensteiner zum Einzug ins neue Schützenheim.

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