03.12.2005 - 00:00 Uhr
StullnOberpfalz

Bayerische Soldaten- und Kameradenvereinigung will Mitgliederwerbung verstärken "Fusionen" als Schreckgespenst

Mehr Mitglieder werben und die Zahl der Kameraden zumindest konstant halten: Das sind kurz gesagt die Ziele der Bayerischen Soldaten- und Kameradenvereinigung, Kreisverband Oberviechtach. Formuliert wurden sie bei der Herbstversammlung im Gasthaus Bodensteiner in Stulln

von Herbert RohrwildProfil

Der Ortsvorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Stulln Harald Bickel brachte in seinem Grußwort bei der Vorstellung "seiner" 98 Personen zählenden Organisation beim Aufzeigen der Altersstruktur der Mitglieder die Thematik auf den Punkt: Nur eine erfolgreiche Mitgliederwerbung könne das Absinken der Zahl der Organisierten vermeiden - ansonsten müsse wohl über eine Fusionierung nachgedacht werden.

Stellvertretender Bürgermeister Georg Plöd ging in seinem Grußwort auf die Errichtung des Reichsarbeitsdienstlagers 1938 sowie die Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen nach Kriegsende ein und dankte den Vereinen für ihre wichtige Versöhnungs- und Friedensarbeit.

Die Berichte der Ortsvorsitzenden spiegelten ein reges Vereinsgeschehen wider, zeigten das Eingebundensein ihrer Organisationen in das gemeindliche und pfarrliche Leben auf und gaben bereits Einblicke in verschiedene Veranstaltungen, die auch neu zu werbende Mitglieder ansprechen und in einzelnen Vereinen zu zahlreichen Aufnahmen führten.

Kreisvorsitzender Josef Hauer bezeichnete das Kameradschaftssportfest in der Grenzlandkaserne Oberviechtach als sportlichen Höhepunkt. Mit Blick auf die Kreismeisterschaft im Schießen bedauerte er, dass eine Teilnahme auf höherer Ebene noch nicht möglich sei. Der Kreisverband zähle in seinen zwölf Kameradschaften 1247 Mitglieder, der Frauenanteil liege unter zehn Prozent. Hauer brachte zum Ausdruck, dass ihm die Mitgliederwerbung sehr am Herzen liege. Durch die Aufnahme geeigneter Veranstaltungen ins Jahresprogramm können auch jüngere Leute angesprochen werden. So sollte verstärkt bei verschiedenen Altersgruppen durch persönliches Ansprechen für das Sportabzeichen geworben, Vorbereitungs- und Abnahmemöglichkeiten angeboten werden. "Gedenkstätten bewahren und unterhalten bleibt aber eine der wichtigsten Aufgaben", bekräftigte abschließend der Kreisvorsitzende.

Den Höhepunkt der Herbstversammlung bildete die Verleihung der Urkunden an die Sieger beim Kameradensportfest. Bei den Damen belegte Oberviechtach den ersten Platz, auf den nächsten Rängen folgten Högling und Schönsee. Als Sieger wurde bei den Herrenmannschaften Wildeppenried ausgezeichnet, gefolgt von Högling I und II.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.