Florianstag mit Segen für neues Mehrzweckfahrzeug - Über 10 000 Stunden bei 207 Einsätzen
Lob für "größte Bürgerinitiative"

Beim Florianstag der Wehren aus dem Zuständigkeitsbereich von Kreisbrandmeister Helmut Schatz (Trisching) in Stulln sprach Pater Georg auf dem Vorplatz der St.-Barbara-Kirche Fürbitten und erteilte abschließend dem neuen Mehrzweckfahrzeug den kirchlichen Segen. Bild: ohr
Lokales
Stulln
06.05.2013
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Der Florianstag in Stulln setzte zwei besondere Akzente: Die Floriansjünger aus dem Zuständigkeitsbereich von Kreisbrandmeister Helmut Schatz demonstrierten ihre Geschlossenheit und das neue Mehrzweckfahrzeug der ausrichtenden Feuerwehr erhielt den kirchlichen Segen.

Die Wehren aus den Kommunen Fensterbach, Nabburg und Schmidgaden formierten sich gegen 18.50 Uhr in der Parkplatzstraße. Die Jugendblaskapelle (JBK) Schwarzenfeld führte den Kirchenzug mit der Feuerwehrführung des Landkreises und der örtlichen Feuerwehr sowie mit dem Bürgermeister und Gemeinderat an. Gerätewart Michael Altrichter steuerte an der Spitze das geschmückte Fahrzeug.

Zu Beginn des Gottesdienstes zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden begrüßte Pater Georg die Gäste und würdigte den heiligen Florian als ein Ideal der Hilfsbereitschaft. Als römischer Soldat bekannte sich der Heilige öffentlich zum Christentum. "Diese Bekenntnis", so der Geistliche, "wurde aus menschlicher Sicht zum Verhängnis, aus göttlicher Sicht zum Heil und aus der Sicht der Kirche zum ehrenden Andenken".

Auf dem Land sei die Freiwillige Feuerwehr eine wichtige Einrichtung, hob der Priester hervor. Wie jede Gemeinschaft lebe auch diese vom Bereitschaftsdienst von Idealisten. Der mutige Heilige solle ein Vorbild sein, für Gott und die Menschen einzustehen. Der Leitspruch der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem Menschen zur Wehr" bedeute, dass Gott kein ferner Gott sei, sondern "ein naher Gott, der mitten unter uns lebt". Im Anschluss segnete der Geistliche das neue Fahrzeug auf dem Vorplatz der Kirche. Die Blaskapelle spielte dazu zwei Choräle.
Bei der weltlichen Feier im Gasthaus Bodensteiner hieß Vorsitzender Stefan Attenberger die Wehren und die Gäste willkommen. Nach 30 Jahren, so der Sprecher, hatte das alte Auto seinen Dienst erfüllt. Er gab einen Rückblick zur Anschaffung des neuen Mehrzweckfahrzeuges. Vor zwei Jahren begann die Planung in Abstimmung mit der Gemeinde, die Ausschreibung erfolgte im Frühjahr vergangenen Jahres und die Auslieferung im Januar. Für die finanzielle Unterstützung dankte er der Gemeinde, dem Freistaat sowie den fünf Firmen im Industriepark.

"Solche Veranstaltungen festigen die Kameradschaft und dokumentieren den Zusammenhalt", betonte Bürgermeister Hans Prechtl. Die Einsatzbereitschaft der Wehr werde durch das neue Mehrzweckfahrzeug auf hohem technischen Niveau gehalten und verbessert. Die Feuerwehren seien die "größte Bürgerinitiative Bayerns", unterstrich das Gemeindeoberhaupt. "Das freiwillige ehrenamtliche Engagement ist noch vorbildlich lebendig", sagte er.

160 Wehren im Landkreis


"Wer arbeitet, hat auch ein Recht zu feiern", hob Kreisbrandrat (KBR) Robert Heinfling hervor. In den 160 Wehren des Landkreises sind 6000 Männer und Frauen organisiert. Bei 207 Einsätzen leisteten die Kameraden über 10 000 Stunden, bekräftigte Heinfling. Im Vergleich mit der Oberpfalz und Bayern seien die Wehren des Landkreises gut im Rennen, freute sich der Redner. "Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stulln ist vorbildlich", konstatierte er.
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