08.09.2005 - 00:00 Uhr
StullnOberpfalz

Förderturm der Grube "Hermine" in das "Reichhart-Museum" integriert Neues Wahrzeichen

Ein lang ersehnter Wunsch wurde für den Bergwerksbesitzer Konrad Reichhart nun zur Wirklichkeit: Der Förderturm der Grube "Hermine" - das letzte sichtbare Zeichen als Erinnerung zum Abbau von Flussspat im mitteloberpfälzischen Revier um Nabburg und Stulln - ist seit zwei Tagen als wichtiger Zeuge und neues Wahrzeichen über dem Eingang zum "Gottes-Segen-Schacht" in das "Reichhart-Museum" integriert.

von Herbert RohrwildProfil

Zur Geschichte: Am 27. Mai 1987 brachte der letzte Förderwagen Flussspat aus dem Schacht "Hermine" zur Oberfläche. Die Lagerstätten waren erschöpft. Die Förderer des Besucherbergwerks "Reichhart-Schacht" hatten sich die Erhaltung und Umsetzung des Relikts zum Besucherbergwerk "Reichhart-Schacht" zum Ziele gesetzt. Mit dem Leitspruch und Aufruf "Rettet den eisernen Förderturm!" wurde um Spenden gebeten - von Experten wird die Umsetzung mit Transport und allen notwendigen Instandsetzungsarbeiten auf 50 000 Euro geschätzt - da für diese Maßnahme die öffentlichen Mittel fehlen.

Nun endete das 18-jährige Dornröschendasein des 16 Meter hohen und 17 Tonnen schweren stählernen Kolosses. Er wurde zum Museumsgelände transportiert und ab diesem Zeitpunkt ist mit Hochdruck mit der Entrostung begonnen worden und bis zum Montag waren die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen. Am Dienstagnachmittag fuhren zwei mächtige Kräne vor, nahmen die passenden Positionen ein, schoben die gewaltigen Hebarme aus, riesige Ketten wurden angelegt und um 15.10 Uhr hieß es "Auf!" - und der Koloss richtete sich auf und schwebte zu seinem neuen Heimatplatz.

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