12.09.2005 - 00:00 Uhr
StullnOberpfalz

Harte Arbeit unter Tage schweißt zusammen Gemeinde geprägt

von Herbert RohrwildProfil

Bürgermeister Hans Prechtl stellte in seinem Grußwort die Verbindung der Gemeinde zum Bergbau heraus und betonte, "der Reichhart-Schacht spiegelt als begeh- und erlebbares Symbol des Bergbaus die Geschichte unserer Gemeinde wider."

Schlägel und Eisen als Symbole des Bergbaus zieren das Gemeindewappen. Die rund 6000 Besucher im Jahr können anschaulich Einblick in die harte Arbeit unter Tage gewinnen. Der mühevolle und auch nicht ungefährliche Beruf hat die Kumpels zusammengeschweißt und geprägt. Der Zusammenhalt der Menschen in Stulln hat über Generationen hat auch seine Wurzeln in der bergmännischen Tradition. "Konrad Reichhart ", so Bürgermeister Hans Prechtl, "hat das Bergwerk aus bescheidenen Anfängen übernommen und zu einer touristischen Attraktion ausgebaut." Die Umsetzung des Förderturmes der Grube "Hermine" zum Jubiläum kröne die vorbereitenden Arbeiten. Da das Museum in privater Hand ist, bereite die Förderung Probleme. Der Einbau einer Pumpanlage mit weiteren Vorrichtungen - gefördert mit 560 000 Mark durch den Freistaat Bayern aus dem so genannten WAA-Ausgleichfonds - rettete den Schacht vor dem "Absaufen." Der Gemeinderat hat auf seinen Vorschlag hin am 5. April eine Spende von 2500 Euro als Zuwendung zum Umsetzen des Förderturmes beschlossen. Prechtl überreichte die Zuwendung symbolisch an Konrad Reichhart, da der Betrag bereits angewiesen worden war.

Adolf Meidl überbrachte die Glückwünsche des Landesverbandes Bayern. Stellvertretender Landrat Hanisch meinte, dass der Bergwerksbesitzer auf das Geleistete stolz sein kann. Die seit Jahren gewünschte Ausschilderung zum Reichhart-Schacht sei nun genehmigt. Hanisch überreichte im Namen des Landkreises einen Scheck.

Der Vorsitzende des Bergknappenvereins Stulln/Schwarzenfeld, Wilhelm Hauser, versicherte: "Lieber Konrad, du bist nicht allein. Wir werden dir immer behilflich sein." Der Turm möge als neues Wahrzeichen in die ganze Oberpfalz leuchten. Bis zum Abendessen unterhielt die Kapelle "Pepi Wagner aus Böhmen" die Gäste und am Abend sorgte die "Hohenbeißenberger Bergknappenkapelle" für Stimmung.

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