20.12.2005 - 00:00 Uhr
StullnOberpfalz

Schützen beziehen neues Domizil am Kirchsteig - Bürgermeister: "Vorbildliche ... Neues Heim ein Volltreffer

"Heute ist ein historischer Tag in der Vereinsgeschichte der Stullner Schützen - das neue eigene Schützenheim wird bezogen", leitete Schützenmeister Josef Bierler im Warteraum zur Schießanlage im neuen Domizil hoch erfreut seine Begrüßungsrede ein.

von Herbert RohrwildProfil

Auf dem Vorplatz des Gasthauses Bodensteiner - 53 Jahre Vereinslokal - sammelten sich die Stullner Schützen zu einem "kleinen Festzug" ins neue Heim. Nach einem kurzen Standkonzert der Jugendblaskapelle Schwarzenfeld marschierten die Vereinsmitglieder in Fahnenbegleitung sowie zahlreiche Gäste - gesäumt von 15 Fackelträgern - zu den Klängen der Blaskapelle auf der Hauptstraße ins neue Domizil am Kirchsteig.

Im Warteraum begrüßte Schützenmeister Josef Bierler die zahlreichen Besucher - unter ihnen auch die Gründungsmitglieder Alois Luber, Georg Prüfling, Michael und Wilhelm Schmal. Der Schützenmeister wertete den Schritt in die Selbstständigkeit als die richtige Entscheidung und sah darin eine Herausforderung sowie neue Aufgaben.In seinen weiteren Ausführungen ging der Vorsitzende auf die planerischen Vorbereitungen bis zur Genehmigung des eingereichten Bauantrages durch den Gemeinderat am 16. März 2004 ein. Nach dem Spatenstich am 23. Juni vergangenen Jahres wurde jeden Tag "gewerkelt", so Bierler. Die "Bauleitung" übernahm zweiter Schützenmeister und Baufachmann Hubert Obermeier. Auch die vielen handwerklichen Helfer in den eigenen Reihen waren einglücklicher Umstand.

10 000 Arbeitsstunden

Über 10 000 Arbeitsstunden wurden in Eigenleistung erbracht. Stellvertretend wurden die Arbeitsstunden von Sigmund Aschenbrenner, Josef Eules und Gottfried Vetter genannt, die alleine 2590 Stunden auf der Baustelle zu Gange waren. Von der Gesamtfinanzierungssumme in Höhe von 300 000 Euro wurden vier Fünftel durch Eigenleistung und Eigenkapital aufgebracht. Staatliche Fördermittel kamen nicht zum Tragen. Die gemeindlichen Leistungen bildeten die Grundlage zur Realisierung des Projektes. "Wir sind stolz auf das Geleistete", so Schützenmeister Josef Bierler. Die Einweihung des Hauses ist für den Frühsommer vorgesehen.

Bürgermeister Hans Prechtl würdigte die vorbildliche Gemeinschaftsleistung und stellte die sportlichen Erfolge mit vorbildlichen Ergebnissen sowie die Kameradschaft und Geselligkeit als die beiden tragende Säulen des Vereins heraus. Die Vorstandschaft habe "Großartiges" geleistet. Er hoffe, dass die Begeisterung lange anhalte. Als gemeindlicher Beitrag wurde das Grundstück zur Verfügung gestellt, der Pachtvertrag lasse keine Kosten anfallen und die Kommune übernehme gegenüber der Bank eine Bürgschaft für 60 000 Euro.

Gezielter Schuss

Die Geräte und Maschinen der Kommune standen zur Verfügung und "es verging keine Woche, wo die Gemeinde nicht mitgeholfen hat", hob Bürgermeister Hans Prechtl hervor. Wehmut komme aber bei ihm beim Gedanken auf, dass auch der Maibaum von seinem Platz gegenüber der alten Kirche zum Ortsrand umziehen müsse. Bürgermeister Hans Prechtl begab sich nun mit der Schützenkönigin, der Schützenliesl, dem Jugendkönig sowie den Schützenmeistern in die neue Schießanlage mit 10 Schieß-ständen, um den "ersten" Schuss in "Schwarze" zu setzen. Das Nussschießen bei Glühwein und Gebäck brachte noch ein paar vergnügliche Stunden.

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