Viel Applaus für die Stullner Theatertruppe - Zusätzliche Vorstellung am 1. Mai
Himmel und Hölle durchlebt

Arthur (Daniel Markgraf), Außendienstler der Hölle, freut sich teuflisch über die Entdeckung des herausgerissenen Sündenregisters von Ewald Pfeifer (Johann Vetter/rechts) im Beisein des schockierten Oberengels "Ordnikus" (Thomas Koller/links) sowie Ewalds Frau Anna (Christina Wirkner), Ewalds Schutzengel (Agathe Obermeier) und Alberts Frau Martha (Simona Schießl/von links). Bild: ohr
Lokales
Stulln
22.04.2013
35
0

Erneut schweißte Regisseur Hans Prüfling seine Theatergruppe zu einem Ensemble aus einem Guss zusammen. Bei der Premiere von "Himmel und Hölle" - eine Komödie in vier Akten von Dietmar Steimer - überzeugten die Akteure durch schauspielerische Leistung. Das Publikum erlebte im neuen Pfarrheim einen vergnüglichen Abend und spendete begeistert Szenenapplaus.

Bürgermeister Ewald Pfeifer (Johann Vetter) nimmt es in finanziellen Dingen nicht recht genau: Er lügt und betrügt. Seine Frau Anna (Christina Wirkner) befürwortet zwar diese Praktiken nicht, kann sich aber gegenüber ihrem Mann nicht behaupten. Seinen Machenschaften wird jedoch ein jähes Ende gesetzt. Ewald bekommt beim Auswechseln einer Glühbirne im ehelichen Schlafzimmer einen Stromschlag und stirbt. Der unerwartete Ankömmling löst beim Oberengel "Ordnikus" (Thomas Koller) zunächst Unbehagen aus und strapaziert beim Einführen in das Verhalten im Himmel seine Nerven. Letztendlich wird der hohe Repräsentant zu seinem Chef Petrus zitiert.

Das Tatenbuch

Zwischenzeitlich ist Arthur (Daniel Markgraf), der Außendienstler der Hölle, auf der Suche nach ihm. Nach der Bekanntschaft mit dem Satansbeauftragten steht für Ewald fest: In die Hölle will er nicht. Das ist für ihn nicht der passende Ort. Er sieht seine Aufgabe in Zukunft als Wettermacher im Himmel. Seine Feindseligkeiten mit dem Schützenverein könnte er auch nach dem Ableben boshaft fortsetzen: Jedes Fest wird es verregnen. Aber das entdeckte Tatenbuch weist einen Berg von Schlechtigkeiten gegenüber einem kleinen Teil von guten Taten aus. Insgeheim werden von ihm viele belastende Seiten entfernt. Schließlich bleiben 120 gute und ebenso viele schlechte Taten übrig.
Sein Schutzengel (Agathe Obermeier) und Ewald kehren zur Erde zurück. Die nächste Tat von Ewald soll über seinen Aufenthalt in der Hölle oder im Himmel entscheiden. Sie sind für die Gäste unsichtbar. Beim Kaffeetrinken in Ewalds Wohnzimmer mit Annas Mutter Marlies (Karina Rübe), Anna Pfeifer (Christina Wirkner), Ewalds bestem Freund Albert (Jürgen Ferschl) und seiner Frau Marta (Simona Schießl) kommt einiges an Tageslicht, von dem Ewald zu Lebzeiten keine Ahnung hatte.

Sein Schutzengel tippt einem Teilnehmer der Kaffeerunde leicht auf den Hinterkopf. Die Betroffenen sagen, was sie denken. Zum Beispiel erfährt Ewald, dass sein bester Freund Albert der Vater seines ältesten Sohnes ist. Inzwischen ist auch der "Außendienstler Hölle" zur Gesellschaft gestoßen und versucht Ewald für sich zu vereinnahmen. Ihm kommt zu Hilfe, dass die fehlenden Seiten mit den Schlechtigkeiten aus dem Tatenbuch des Himmels plötzlich auftauchen. Der Satansbote wähnt sich am Ziel. Doch am Ende wacht Ewald mit der Glühbirne in der Hand im Bett auf. Arthur - der Außendienstler der Hölle - und der Schutzengel fragen sich, ob Ewald nach diesem Traum seine Lebensweise ändert oder nicht.

Zusatzvorstellung

Wer Appetit auf das Stück bekommen hat: Die Zusatzvorstellung am Mittwoch, 1. Mai, beginnt wegen der Champions League eine Stunde früher bereits um 18 Uhr.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.