06.03.2018 - 20:00 Uhr
Stulln

Gemeinderat spricht über Feuerwehren Neutraler Blick auf Bedarfsplan

Der Gemeinderat thematisiert die Aufstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes. Ein externes Büro wird eine Überprüfung von vornehmen, das Gefahrenpotenzial vor Ort feststellen, die vorhandenen Gefahrenabwehrkräfte erfassen, eine Analyse vornehmen und gegebenenfalls Verbesserungen vorschlagen.

Der Platz für das Abbrennen des Johannisfeuers auf dem Stullner Berg ist wieder hergerichtet. Die Feuerstelle wird nun durch ein Trassierband abgetrennt. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

"Das Erstellen eines Bedarfsplanes ist keine Kontrolle und beinhaltet kein Misstrauen", erklärte Bürgermeister Hans Prechtl. Es gehe um eine objektive Feststellung der örtlichen Situation und die eventuellen notwendigen Maßnahmen. Im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld werde dieses Thema angegangen. Gemäß der Vollzugsbekanntmachung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes sollen grundsätzlich alle Gemeinden einen solchen Bedarfsplan aufstellen. "Aber das letzte Wort hat der Gemeinderat," merkte der Bürgermeister an.

Die externe Überprüfung ist eine Rückversicherung und bei Defiziten kann das Gremium abwägen und entscheiden, betonte Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild. Die als Zuhörer anwesende Kommandanten Michael Altrichter und Christoph Bierner verwiesen auf die besondere Situation in Stulln. Hinsichtlich der beiden Störfallbetriebe in der Gemeinde wird eine Überprüfung von außen mit der Fragestellung befürwortet, ob die vorhandene personelle und technische Ausstattung notwendige Einsätze gewährleiste.

Das Gremium votierte für eine externe Erstellung des Bedarfsplanes - die Kosten liegen zwischen 3000 und 5000 Euro - und beauftragte den Bürgermeister mit der Vergabe an den günstigsten Bieter.

In der Julisitzung 2017 regte der Gemeinderat an, eine Regelung für die Anlieferung des Brenngutes für das Johannisfeuer zu finden, da auch Material abgegeben werde, das durch die Grüngutannahme entsorgt werden könne. "Das Johannisfeuer ist Brauchtum und dient nicht der Entsorgung", merkte Prechtl an. In der Aussprache erörterte das Gremium verschiedene Alternativen: eine zeitliche eng begrenzte, eine bekannt gegebene überwachte oder eine nur am Tag der Veranstaltung mögliche Anlieferung.

Der Vorschlag des Bürgermeisters, den Platz für das Abbrennen mit einem Trassierband abzusperren und mehrere Schilder mit der Aufschrift "Das Anliefern von Baum - und Strauchschnitt ist ab 1. Juni zulässig. Rasenschnitt, Gartenabfälle und Wurzelstöcke sind verboten" aufzustellen, fand die einhellige Zustimmung. "Nun kann keiner mehr als Ausrede behaupten: Das habe ich nicht gewusst", ergänzte das Gemeindehaupt.

Heuer findet für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 die Schöffenwahl statt, informierte Prechtl. Interessierte können sich im Rathaus oder auch bei ihm melden. Schöffen sind ehrenamtliche Richter am Amtsgericht oder bei den Strafkammern des Landgerichts und stehen grundsätzlich gleichberechtigt neben den Berufsrichtern.

Zwischenzeitlich ist der Auftrag für die Pflasterarbeiten vor den Urnenwänden im Friedhof Stulln an die Firma Ederer aus Rannersdorf/Waldmünchen als wirtschaftlichsten Bieter zum Angebotspreis von 6766 Euro vergeben worden. Die Erteilung des kirchlichen Segens für die neue Urnenanlage ist am Palmsonntag beabsichtigt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp