Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Stulln
Hoher Anteil an Erststimmen

SPD-Ortsvereinsvorsitz- ender Josef Nachtmann (rechts) freute sich über das gute Abschneiden von Marianne Schieder bei der Bundestagswahl 2017. Der Direktkandidat bei der Landtagswahl 2018, Peter Wein (links), stellte sich in der Jahreshauptversammlung vor. Bild: ohr
Politik
Stulln
13.12.2017
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Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder spricht bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Stulln klare Worte. Die Lage in Berlin sei sehr schwierig, meint sie: "Minderheitsregierung ist ein Quatsch". Vernünftige Gespräche mit der Union führen, eigene Standpunkte und Ziele vertreten, so lautet ihre Botschaft.

Vorsitzender Josef Nachtmann eröffnete im TSV Sportheim die Versammlung, freute sich über die gute Annahme und hieß ein neu aufgenommenes, junges Mitglied willkommen. Dem Ortsverein gehören nun 18 Personen an. Der Altersdurchschnitt liegt bei 59,7 Jahren. Sein besonderer Gruß galt MdB Marianne Schieder und dem Nachfolger von MdL Franz Schindler, Peter Wein, als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018. Der Ortsverein beteiligte sich im Berichtszeitraum an verschiedenen politischen Aktivitäten sowie an dörflichen Veranstaltungen und Nachtmann erinnerte ans 30-jährige Jubiläum.

In seinen weiteren Ausführungen erläuterte Nachtmann die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl in Bayern und im Wahlkreis Schwandorf-Cham. Der Anteil von 39 Prozent der Erststimmen in Stulln ist ein persönlicher Erfolg für Marianne Schieder. Nachdenklich stimme der Rechtsruck im Wahlergebnis. Der Ortsvorsitzende appellierte an die SPD-Politikerin, die Partei möge sich wieder verstärkt auf ihre Grundwerte wie der Eindämmung der Kluft zwischen Arm und Reich, dem Einsatz für Steuergerechtigkeit sowie der Bekämpfung der Alters- und Kinderarmut und den Kürzungen der Renten besinnen.

"Zerreißprobe"

Nachtmann beleuchtete die Finanzen der Gemeinde Stulln und führte einige Kennzahlen an: Die Pro-Kopf-Verschuldung zum 1. Januar 2017 von 389,20 Euro und den Schuldenstand von 506 000 Euro. Das Sparbuch der Kommune summiere sich zum Jahresende auf rund 1 600 000 Euro. "Faktisch ist die Gemeinde schuldenfrei, da die Rücklagen den Schuldenstand übersteigen", schlussfolgerte der Vorsitzende.

Aktuell verfüge die Gemeinde Stulln über zwei Bauplätze. Zur Ausweisung eines neuen Baugebietes werden derzeit verschiedene Alternativen diskutiert. Die Gemeinde konnte 13 Hektar landwirtschaftliche Fläche im eigenen Gebiet erwerben. Der einstimmig angenommene Antrag der SPD-Fraktion zur Aufstellung von vier Beutelstationen für Hundekot habe trotz Befürchtungen eine positive Resonanz erfahren.

Nachtmann sprach den Breitbandausbau, den Ankauf eines Geräteträgers als Ersatzbeschaffung, die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Säulnhof im Bereich Grafenricht, die Überprüfung des gesamten Kanalnetzes, die Erweiterung der Urnenwand im Friedhof und den Hochwasserschutz im Naabtal.an. "Die Gemeinderatsarbeit würde ich parteiübergreifend als gut, harmonisch und konstruktiv bezeichnen", resümierte SPD-Ortsvorsitzender Josef Nachtmann.

MdB Marianne Schieder bedankte sich für die gute Aufnahme in Stulln und sie "fühle sich heimisch". Im Wahlkreis Schwandorf-Cham habe die AfD zugeschlagen und "das Ergebnis ist erschütternd".

Der SPD-Direktkandidat für die Landtagswahl 2018, Peter Wein, stellte seine berufliche und politische Laufbahn vor: Der 29-Jährige studierte in Herrsching am Ammersee Steuerrecht und war fünf Jahre in der Bayerischen Finanzverwaltung eingesetzt Seit 2015 ist er Student für Politikwissenschaft an der Uni Regensburg. Auf der SPD-Liste wurde er 2014 in den Stadtrat Burglengenfeld gewählt. "Die Große Koalition ist eine Zerreißprobe", merkte der Vorsitzende des Ortsverbandes Burglengenfeld an. In einer stabilen Regierung sollen viele Programmpunkte seiner Partei umgesetzt werden.
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