15.04.2018 - 11:20 Uhr
StullnOberpfalz

Stulln verabschiedet Etat 2018 Lob für soliden Haushalt

Die Gemeinde Stulln ist "faktisch" schuldenfrei. Diese Aussage signalisierten die Fraktionssprecher bei der Beratung des Haushaltsplanes 2018. Die Rücklagen erreichen ein historisches Hoch, die gestiegene Umlagekraft ist sehr erfreulich.

Kämmerer Thomas Krapf (rechts) erläuterte den Haushaltsplan 2018 der Gemeinde Stulln. Bürgermeister Hans Prechtl (links) bedankte sich für die frühzeitige Vorlage und sprach von einem "erfreulichen, soliden Zahlenwerk, das nicht auf Kante genäht ist". Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

Bürgermeister Hans Prechtl bedankte sich beim Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Thomas Krapf, für die zeitige Erstellung im April und sprach "von einem erfreulichen Haushalt." Er sei solide und nicht auf Kante genäht. Von den 33 Kommunen des Landkreises Schwandorf, so der Sitzungsleiter, liege die Gemeinde Stulln in der Umlagekraft (693 Euro je Einwohner) nach Wackersdorf auf Platz 2, stehe auf Oberpfalzebene an 9. Stelle und im Bayernvergleich auf Rang 88 bei mehr als 2000 Kommunen.

"Das Volumen für den Gesamthaushalt geht gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent (549 000 Euro) auf 4,9 Millionen zurück", leitete der Kämmerer seinen detaillierten Vorbericht ein. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts steigen dagegen um 208 000 Euro auf 3,9 Millionen an. Der Vermögenshaushalt reduziere sich deutlich um 758 000 (44,5 Prozent). Im Haushaltsjahr 2017 wurden große Anschaffungen getätigt.

Die geplanten Investitionen - unter anderem die Erneuerung der Heizungsanlage Schule (60 000), die Planungskosten für ein neu auszuweisende Baugebiet (50 000), den Grunderwerb (100 000) und den Investitionskostenzuschuss für den Breitbandausbau in Höhe von 370 000 Euro - summieren sich für das Jahr 2018 auf 796 000 Euro. Für die Ausgaben im Vermögenshaushalt sind die Entnahme von 305 000 Euro aus der allgemeinen Rücklage eingeplant. Dennoch verbleibt bis zum Ende des Haushaltsjahres 2018 ein Bestand von über zwei Millionen Euro.

Aufgrund der zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen von 1,25 Millionen Euro in diesem Jahr und den Zuflüssen vorhergehender Jahre sind heuer und in nächster Zeit keine Schlüsselzuweisungen zu erwarten. Als Kreisumlage werden etwa 1,2 Millionen Euro überwiesen -um 323 000 mehr als 2017, führte der Kämmerer aus. Laut neuesten Steuerschätzungen kann auf weiter steigende Einnahmen bei der Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer gerechnet werden. Im Finanzplanungszeitraum wird diese Entwicklung restriktiv berücksichtigt.

Die drei Fraktionssprecher brachten in ihren Statements den Dank und die Anerkennung an Kämmerer Thomas Krapf für das vorgelegte, umfangreiche Zahlenwerk zum Ausdruck. Der Haushaltsplan, so Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild (CSU), sei verlässlich kalkuliert. Die hohen Steuereinnahmen bedingen auch eine hohe Kreisumlage. Über eine Deckelung nach oben je nach Gemeindegröße sollte nachgedacht werden.

"Ein rundum super Haushalt" konstatierte weiterer Stellvertreter Franz Jauernig (FWG). Die hohe Kreisumlage verzehre fast die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. In der Finanzplanung solle auch die Bereitstellung von Gewerbeflächen berücksichtigt werden. "Die SPD-Fraktion kann diesem verantwortungsvollen Zahlenwerk leicht zustimmen", versicherte ihr Sprecher Josef Nachtmann. Auch weiterhin sei bei Entscheidungen zwischen Notwendigem und Nützlichem zu unterscheiden. (Blickpunkt )

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