Stullner Gemeinderat tagt
Platz für Akten der Feuerwehr

Der Kommandant der Feuerwehr, Michael Altrichter, gab mit der Erläuterung der Bedarfsanmeldung für das Jahr 2018 sein Debüt. Bild: ohr
Politik
Stulln
03.12.2017
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Die Feuerwehr Stulln plant die zentrale Ablage ihrer Akten im Gemeindezentrum. In der Sitzung behandelt der Gemeinderat konkrete Vorschläge und beschließt eine angemessene Lösung. Auch die Bedarfsmeldung 2018 steht zur Entscheidung.

Nach der Eröffnung verwies Bürgermeister Hans Prechtl auf die Neugestaltung der Galerie der Ehrenbürger im Sitzungssaal: Die Größe der Bilder wurde mit einem ansprechenden Rahmen angepasst, Beschriftungen mit Namen und Funktion des Ehrenbürgers und dem Jahr der Ernennung wurden angebracht. Mit dieser Änderung erhielt das Andenken an die Ehrenbürger eine Aufwertung. Erzbischof Dr. Michael Buchberger wurde im März 1958 zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde Stulln ernannt. Zur 60-jährigen Wiederkehr wird im März 2018 in einer Messintention seiner gedacht.

Der Bergknappenverein baute die Bergbaulok und die beiden Hunte vor dem Gemeindezentrum ab, um die bergmännischen Gerätschaften gründlich zu restaurieren. Die Wiederaufstellung ist im Frühjahr 2018 vorgesehen.

Bedarf der Wehr

Als neu gewählter Kommandant stellte Michael Altrichter die Bedarfsmeldung der Feuerwehr Stulln in der Gesamthöhe von 11 600 Euro vor. Sie gliedert sich in folgende Posten: Lehrgänge (615 Euro), Schutzkleidung (3705), Geräte und Material (2700), Verbrauchsmittel (640), Alarmierung und Funkwecker (2000), Kleinteile (1 000) sowie Haltung und Wartung der Fahrzeuge(1000). In einem Vortrag gab der Kommandant einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Feuerwehr.

Schon geraume Zeit werden von der Feuerwehr Überlegungen zur zentralen Ablage schriftlicher Unterlagen im Gemeindezentrum angestellt. Nach reiflicher Abwägung plädierte der Gemeinderat für folgende Lösung: Der bestehende, größere Getränkeraum wird zum Florianstüberl umgestaltet, und das leerstehende Zimmer dient als Büro. Die 30 Jahre alte Einbauküche wird durch eine neue ersetzt. Als Betrag werden circa 5000 Euro bewilligt. Kauf und Einbau liegen in Händen der Wehr. Für die Bedarfsmeldung, das Umfunktionieren der Räumlichkeiten und den Ankauf der Absauganlage werden im Haushalt 20 000 Euro eingestellt.

Unbedingt beantragen

Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats von 2003 entbinde trotz Zustimmung für die kostenlose Überlassung des Platzes vor der Mehrzweckhalle die Ortsvereine nicht, im Einzelfall frühzeitig die Platzüberlassung zu beantragen. Das Faschingstreiben rund um den Faschingszug sei gewachsen und die Auflagen werden schwieriger, so der Tenor. Die erforderliche Umleitung verursache höhere Kosten. Die Anschaffung des notwendigen Equipments an Verkehrsschildern - angeregt von Gemeinderat Alexander Schießl - erschöpfe die Lagerkapazitäten in den Hallen. Die Arbeit übernimmt der Bauhof, und die Gemeinde trägt die Kosten, stellte Bürgermeister Hans Prechtl fest. Der Antrag des Fördervereins TSV Stulln auf Überlassung des Vorplatzes der Mehrzweckhalle sowie der Toiletten und des Geräteraums der Grundschule erhielt das einhellige Votum.

16 Meter hoher Sendemast

Der Landkreis bittet die Gemeinde um Aufstellung eines 16 Meter hohen Sendemastes auf dem Grundstück der Grundschule zur Warnung und Information der Öffentlichkeit in der Umgebung von Störfallbetrieben. Wie Prechtl mitteilte, ist auch der Nutzungsvertrag für die Sirene in Säulnhof abgelaufen, und der Hauseigentümer wünsche den Rückbau. Aufgrund dieser neuen Situation, so der Bürgermeister, sind weitere Überlegungen veranlasst, in die auch die Fluorchemie eingebunden wurde. Ebenfalls fand diesbezüglich eine Besprechung zwischen Landkreis, Gemeinde und der Fluorchemie statt. Einen Standort zu finden, der auch die Sirene in Säulnhof miteinbezieht, wäre aus Sicht der Gemeinde wünschenswert. Der Bürgermeister brachte die Errichtung des Sendemastes auf dem Gemeindezentrum ins Gespräch. Das würde auch die Aufschaltung der Werkssirene ins allgemeine Warnnetz voraussetzen. Aber die Eichen auf dem Gelände könnten das Warnsignal zu sehr abschirmen. Der Bürgermeister will nicht, dass die Eichen gefällt werden. Sollten weitere Messungen keine günstigere Lösung erbringen, bleibt die ursprüngliche Alternative bestehen: die Errichtung auf dem Schulgrundstück und die neue Standortsuche in Säulnhof.
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