Zwölf neue Nischen für Urnen

Die bestehende Urnenwand im Stullner Friedhof wird im Anschluss an den beiden äußeren Säulen um jeweils eine Stele in Halbkreisanordnung mit insgesamt 24 Kammern erweitert. Auch die komplette Erneuerung des Granitpflasters ist vorgesehen. Bild: ohr
Politik
Stulln
15.12.2016
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In der jüngsten Sitzung entschied sich der Gemeinderat für die Erweiterung der Urnenwand. Das Gremium fasste nach eingehender Erörterung einen in die Zukunft weisenden Beschluss.

Eine Urnenwand mit 18 Nischen und einem Lichtertempel - angefertigt von der Firma Metallbau Stöckl - wurde im Friedhof erstmals 2007 angeschafft, erinnerte Bürgermeister Hans Prechtl. Zurzeit sind noch fünf Kammern nicht belegt. Die Baywa Würzburg lieferte die Urnenwände aus Beton mit granitenen Abdeckplatten. Die Gesamtkosten mit Anlegen der Fundamente und der Pflasterung des Vorplatzes beliefen sich auf 21 000 Euro.

Eine Ergänzung ist unumgänglich, war sich das Gremium einig. Als kleine Lösung bot sich eine Vierer-Stele mit 12 Plätzen an einer Seite und als große jeweils ein Block an jeder Seite an. Mit dieser Variante werden 24 neue Nischen entstehen. Der Bürgermeister plädierte für die Anschaffung von 24 Kammern, da der Bedarf steigen wird. Auch sind vom Erstanbieter die Stelen in gleicher Ausführung noch im Angebot. Diese große Lösung führe zu einem einheitlichen, harmonischen Bild.

Im Zuge dieser Maßnahme könne ebenfalls "das hässliche Pflaster" des Vorplatzes erneuert werden, da wegen der Fundamentierung sowieso rund 40 Prozent ausgebaut werden müssen. Auch das Anlegen eines anonymen Urnengräberfeldes wird wegen Auslaufens von Ruhe-/Nutzungszeiten in einigen Jahren notwendig sein.

Die bestehende Urnenwand wird an jeder Seite um zwölf Nischen erweitert, die Anordnung erfolgt im Halbkreis, und das Granitpflaster wird komplett erneuert, so der Beschluss. Die herangetragene Anregung zum Aufstellen eines befestigten Weiherwasserkessels wird nicht berücksichtigt.

Stationen für Hundekot

Der Zuschussantrag des Tierschutzvereins für Stadt und Landkreis Schwandorf zum Bau eines Hundehauses fand positives Echo. Prechtl verwies auf die Verpflichtung der Gemeinde, für die Unterbringung von Fundtieren zu sorgen. Laut Vertrag vom 1. Januar 2013 entrichte Stulln an den Tierschutzverein für die Übernahme dieser Aufgabe eine jährliche Pauschale von 50 Cent. Der Gemeinderat schloss sich der Empfehlung der Kreisversammlung des Gemeindetages in Höhe von 25 bis 30 Cent pro Einwohner an und gewährt einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 500 Euro.

Der mündliche Antrag von Gemeinderat Josef Nachtmann aus der letzten Sitzung, betreffend die Aufstellung von Hundekotstationen, führte nun auch zu einem Ergebnis. Nur Beutelstationen ohne Abfalleimer werden an folgenden vier Standorten bereitgestellt: in der Bachstraße gegenüber der alten Kläranlage, am Kinderspielplatz/Weideweg und am Herzendamm in Richtung Brensdorf sowie an der Sportplatzstraße/Einmündung Tennisplatz. Ab dem Alter von vier Monaten sind Hunde anzumelden, erinnerte der Bürgermeister. Das Formular kann online abgerufen werden. Im Vergleich mit umliegenden Gemeinden nehme Stulln mit einem Satz von 20 Euro als Hundesteuer einen unteren Platz ein.

Aufgrund der Vielzahl der Maßnahmen kann die Telekom die vereinbarte Jahresfrist bis zum 27. April für den Breitbandausbau nicht einhalten. Nach heutiger Erkenntnis wird er sich laut Prechtl bis Juni hinziehen.
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