29.08.2017 - 20:00 Uhr
StullnOberpfalz

Die Stullner Lachnummern

Das ist spitze! Die Kirwapaare begeisterten mit ihren Tänzen. Witzig und pointiert nahmen die Gstanzl-Sänger beim "Derblecken" das Publikum mit. Am Kirwasonntag sprang der Funke auf die Besucher über.

Bayerisches Flair prägte den Sonntagnachmittag der Stullner Kirwa. Ob Bairischer, Kreuz- oder Sternpolka und Showtänze mit akrobatischen Elementen: Die Besucher waren begeistert. Bilder: ohr (3)
von Herbert RohrwildProfil

Gegen 14.30 Uhr warteten vor dem Zelteingang mit amtierendem Oberkirwapaar Lisa Barth und Jakob Stuiber an der Spitze die Moidln in feschen Dirndln und die Burschen in der "Ledernen" auf den Einzug. Zu den Klängen der Musikgruppe "Mir Kiener Baierisch" marschierten die 16 Paare ein. Die Präsidentin der Faschingsgesellschaft Stulln, Marion Raab, stellte sie den vielen Besuchern namentlich vor. Ihr besonderer Gruß galt den Ehrenvorsitzenden Ute und Schorsch Setzer, Bürgermeister Hans Prechtl und Stellvertreter Thomas Rohrwild mit ihren Gattinnen sowie den Gemeinderäten.

Neues Oberkirwapaar

Ob Bairischer, Kreuz- und Sternpolka, Bandltanz oder Showtänze mit akrobatischen Elementen: Stets ernteten die Akteure einen Riesenapplaus. Simone Raab erhielt fürs exakte Einstudieren von Präsidentin Marion Raab einen bunten Blumenstrauß mit Gutschein. Auch für die Kirwapaare gabs Präsente. Gespannt warteten die Besucher aufs Austanzen des neuen Oberkirwapaares 2017. Das Glück war Katrin Eckl und Alexander Hofstetter wohl gesonnen. Sie lösten ihre Vorgänger Lisa Barth und Jakob Stuiber ab.

Amüsantes Dreigestirn

Ein weiterer Höhepunkt kündigte sich an: Lärmend zogen Anna Pröls (Quetschen), Markus Kiener (Waschbrett) und Daniel Markgraf (Teufelsgeige) mit Maskottchen "Frieda" durch den Haupteingang ein. "Etz samma heier schon wieder zum Gstanzl singer kumma, wahrscheinlich hod d'FG no koa Blödere gfunna", kündigte das Dreigespann seinen Auftritt an. Der Einstieg war gleich deftig und zweideutig. "Jeder, der unser Dorf Stulln achtet und liebt, weiß, dass es a bei uns richtige Rindviecher gibt". Sie nehmen zu, verdeutlichten die weiteren Verse. Familie Bayer - unter die Rinderzüchter gegangen - könnte darüber informieren. "Drum bitten wir dich, lass Gras wachsen, o Herr, die Rindviecher werden halt auch immer mehr."

Auch Pfarrvikar Joseph Kokkoth bekam sein Fett weg. Nach dem Besuch einer Veranstaltung mit dem Frauenbund Stulln kam der beliebte Geistliche spät zurück zum Pfarrhof in Schwarzenfeld - und hatte keinen Schlüssel dabei. "Am nächsten Tag tat Joseph seine Pflicht und hat Pfarrer Rosners Holzstoß aufg'schicht. Wir wissen's nird gwiss, uns ist nird ganz klar, obs Holzschlichten Strafe oder Schwarzarbeit war." Die weiteren Gstanzln zielten auf den schiefen Maibaum des Schützenvereins und auf die Johannisfeier der KLJB - ohne Feuer - ab. Der Kirchenverwaltung gab bei der Gotteshaussanierung der Holzwurm so richtig Gas und der Bürgermeister hat ein neues Auto in weiß. "Hans ist dir da a Fehler unterlaufen? Als CSU-ler musst du dir doch ein schwarzes Auto kaufen," frotzelten die Gstanzl-Sänger. Sie verstanden es geschickt, mit Refrains bekannter Lieder das Publikum einzubeziehen. Der lange Schlussapplaus galt einem tollen und kurzweiligen Auftritt. Mit DJ Fenkerl klang am Abend die Kirwa aus.

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