Faschingshochburg schreibt Geschichte
Stulln ruft die Monarchie aus

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Stulln
11.02.2018
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Die Faschingshochburg schreibt Geschichte. 100 Jahre Freistaat Bayern sind genug. Die Stullner riefen am Sonntag die Unabhängigkeit aus und erklärten die Rückkehr zur Monarchie. Den "Bayxit" erlebten geschätzte 10 000 Besucher mit, die am Sonntag Nachmittag die Dorfstraßen säumten.

(rhi) Seit 1985 richtet der kleine Ort einen Faschingszug aus. Und jedes Jahr gelang es der Faschingsgesellschaft Stulln wieder, die Vorjahresveranstaltung zu toppen. Das war diesmal nicht anders.

Funke springt über

Die 800 Mitwirkenden in den 37 Nummern ließen den Funken der Begeisterung schnell überspringen, sangen und tanzten mit den Menschen am Straßenrand und versorgten sie mit Getränken und Süßigkeiten.

Mit viel Herzblut hatten die Teilnehmer ihre Fahrzeuge geschmückt und beschallt. Da machte es gar nichts aus, dass diesmal Merkel, Seehofer und Trump fehlten. Für die Stullner Narren gab es viel wichtigere Themen. Die Jugendblaskapelle Fensterbach war die einzige Live-Band, marschierte voran und warb für die 50-Jahrfeier im Mai. Die "Ärzte ohne Schranken" griffen den Nabburger Dauerbrenner auf und führten auf ihrem Krankenwagen eine Tafel mit der Aufschrift mit: "Der Sanka an der Schranke steht, der Heli schon die Kreise dreht".

Flughafen und Videobeweis

Die Katholische Landjugendbewegung Dieterskirchen verlegte den Eröffnungstermin für den Berliner Flughafen ins nächste Jahrhundert, die Fußballer des TSV Stulln thematisierten den "Videobeweis", und die Wernberger Partyszene steuerte die "Kleine Kneipe" durch die Menschenmenge. Die Leute standen so dicht am Geschehen, dass der Zug nur im Stopp-and-Go-Verfahren vorankam. Man musste sich gedulden. Sicherheitskräfte begleiteten die Fahrzeuge und Fußgruppen und leisteten Hilfestellung. Dafür waren vor allem die Senioren aus dem Altenheim dankbar, die mit Stock und Rollator unterwegs waren.

Von der Nabburger Polizeiinspektion war gestern zu hören, dass während des Umzugs im Großen und Ganzen "alles ruhig abgelaufen ist". Nach dem großen Spektakel ging die Party im Zelt weiter.

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