06.04.2018 - 20:00 Uhr
StullnOberpfalz

Hochwasserschutz für Brensdorf Neun Bohrpunkte vorgesehen

Brensdorf oder Grafenricht - wer kommt zuerst an die Reihe beim Hochwasserschutz? Nun gibt es eine Antwort.

Im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Naab und am Hüttenbach begannen die Arbeiten zur Untersuchung der Bodenverhältnisse im Ortsteil Brensdorf, Gemeinde Stulln. Im Bild (von links) Christoph Hartinger und Andreas Ettl vom Wasserwirtschaftsamt und Vorarbeiter Sven Kronfeld an der ersten Kernbohrstelle östlich der Bahnlinie Hof-Regensburg. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

-Brensdorf. In der Teilbürgerversammlung im September 2017 stellten das beauftragte Ingenieurbüro Kubens und das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden in Kooperation mit der Gemeinde Stulln Möglichkeiten des Hochwasserschutzes für die Ortsteile Brensdorf und Grafenricht vor und zeigten das weitere Vorgehen auf.

Die Zuständigkeit für die Errichtung von Hochwasserschutzmaßnahmen an der Naab und am Hüttenbach liegt beim WWA Weiden. Der Gemeinderat Stulln entschied sich für eine Beteiligung an der Umsetzung beider Vorhaben. Aufgrund des höheren Kosten-Nutzen-Faktors wird das Projekt "Hochwasserschutz Brensdorf" vorgezogen.

Kürzlich begann die Baugrunduntersuchung in Brensdorf zur Einschätzung der Tragfähigkeit, zu Informationen über Grundwasserverhältnisse und Hinweisen über mögliche Schadstoffbelastungen. Die Firma Dr. Spang wird mittels Rammsondierung an neun Bohrpunkten entlang der Schutzlinie die Lagerungsdichte des Bodens bestimmen. Bodenproben werden dabei nicht entnommen. Lediglich der Widerstand des Bodens gegen das Einrammen der Sonde wird gemessen. Des Weiteren werden an allen Bohrpunkten auch Kernbohrungen, nämlich sechs Rotationstrockenkern- und drei Kleinrammbohrungen, bis zu einer Tiefe von zehn Metern durchgeführt. Die Bohrlöcher im Durchmesser von zwölf beziehungsweise sechs Zentimetern werden wieder bis zur Geländeoberkante verfüllt.

An den entnommenen Bodenproben werden anschließend bodenmechanische und umweltanalytische Laboruntersuchungen durchgeführt. Als Nachunternehmer führt die Firma Lutz Grimm Geotestbohrtechnik die Kernbohrungen durch.

Das Ergebnis der Baugrunduntersuchung fließt in ein Gutachten ein. Dieser geotechnische Bericht beschreibt und beurteilt die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse, und gibt Empfehlungen, Hinweise sowie Angaben zur Bemessung der Gründung.

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