Mettenschicht im Reichhart-Schacht
Wie einst die Knappen

Vermischtes
Stulln
24.12.2016
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Traditionsbewusst begeht der Bergknappenverein Stulln/Schwarzenfeld die Mettenschicht am Reichhart- Schacht in Freiung. Die Teilnehmer erlebten eine andächtige Feier auf der Acht-Meter-Sohle.

/Schwarzenfeld. Die Mettenschicht erinnert an die letzte Arbeitsschicht der Bergleute des alten Jahres. Ein Weihnachtsbaum und eine beleuchtete Krippe verliehen dem beengten Raum eine geheimnisvolle, wohltuende Ruhe und Stille. Dezent begleiteten die Gebrüder Albert (Quetschn) und Josef (Klarinette) Urban "O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit..." zur Einstimmung. Pfarrvikar Joseph Kokkoth rückte in seinen nachdenklichen Betrachtungen das Licht von Bethlehem ins Zentrum.

Es erleuchte das Dunkel des Herzens, zeige den Weg, das Gute zu tun und begleite in dunklen Stunden des Lebens. In seinen weiteren Gedanken spannte der Geistliche den Bogen zum Stall in Bethlehem mit der Futterkrippe als das erste Bett des Gottessohns. Seine Worte seien leuchtende Wegmarken.

Sein Licht gebe Orientierung für die Wege des Menschen, Mut zum Handeln und Hoffnung fürs ganze Leben. "Es wird scho glei dumpa", das Gloria und ein Choral setzten zwischen den besinnlichen Worten des Priesters Ruhepunkte. Das abschließende Bergmannslied "Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt!" leitete zur weltlichen Feier über. Nach einem "Grubenwasser" kehrten die Teilnehmer zum Füllort zurück, legten den Schutzhelm ab und begaben sich ins Steigerhäusl.

Vorsitzender Jürgen Ferschl freute sich über den guten Besuch, bedankte sich bei Pfarrvikar Joseph Kokkoth für die Gestaltung der andächtigen Feier im Schacht und den beiden Musikern für die gefühlvolle Begleitung. Konrad Reichhart bereitete das kräftige Essen nach altem Brauch zu. Die Bedienungen tischten Kraut mit Metten-, Blut- und Leberwürsten sowie mit Kesselfleisch und frischem Brot auf. Zur geselligen, unterhaltsamen Runde spielten die Musikanten zünftig auf.

Eine Gruppe des Singkreises des Bergknappenvereins Wackersdorf wartete mit einer Überraschung auf. Die Sänger ließen das Barbaralied und das Steigerlied mehrstimmig erklingen und erhielten für diese spontane Einlage einen starken Applaus.
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