Pfarrei und Gemeinde gedenken am Volkstrauertag der Opfer beider Weltkriege
Seit über 70 Jahren Frieden

"Frieden ist mehr als das Schweigen der Waffen", sagte Bürgermeister Hans Prechtl bei der Zeremonie des Volkstrauertages. Bild: ohr
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Stulln
20.11.2017
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In einer würdigen Feier gedachten Pfarrei und Gemeinde nach dem Sonntagsgottesdienst am Volkstrauertag vor dem Ehrenmal der Opfer beider Weltkriege - im Beisein der Fahnen tragenden Vereine und von Kirchenbesuchern. Die Blaskapelle Schwarzenfeld umrahmte die Zeremonie feierlich mit Chorälen.

"Der Volkstrauertag ist ein Tag des Erinnerns, des Gedenkens und des Mahnens", betonte Pfarrvikar Joseph Kokkoth in seinen hinführenden Worten. "In Frieden zu ruhen ist gut. Aber es ist besser, in Frieden zu leben", verdeutlichte der Geistliche.

Bürgermeister Hans Prechtl blickte auf die erste Gedenkfeier 1922 im Reichstag zu Berlin zurück. Die Heldenverehrung stand im Dritten Reich im Mittelpunkt und seit 1952 findet der Volkstrauertag in der heutigen Form am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres statt. Das alleinige Gedenken an die Kriegstoten berge die Gefahr, dass es mit zunehmendem Abstand zum Krieg immer schwieriger werde, das Interesse zu wecken. Generationen von Politikern in ganz Europa hätten gerade für diesen zeitlichen Abstand gearbeitet und dafür gebühre ihnen der Dank aller: "Seit über 70 Jahren leben die Menschen in unserem Land in Frieden."

Prechtl erinnerte an den Besuch der Bürgermeister aus dem Landkreis Schwandorf im Europäischen Parlament in Straßburg vor drei Wochen. Die Staaten der Europäischen Union, die einst miteinander Krieg führten, gehören heute dem gemeinsam Europäischen Parlament an. "Man schießt nicht mehr aufeinander, sondern redet miteinander. Europa ist die größte Friedensbewegung unserer Zeit", resümierte der Redner.

Der stellvertretende Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Helmut Kramer, dankte allen Teilnehmern. Er stellte am Ehrenmal eine Blumenschale nieder und es wurden drei Salutschüsse abgefeuert.
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