Seniorennachmittag im Pfarrheim
Humorvoll und besinnlich

Der traditionelle Seniorennachmittag der Gemeinde und der Pfarrgemeinde Stulln stieß auf eine starke Resonanz. Bürgermeister Hans Prechtl (links) im Gespräch mit Franziska Scheuerer, der mit 93 Jahren ältesten Besucherin.
Vermischtes
Stulln
14.12.2017
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Die Ukulelegruppe unter der Leitung von Katrin Engelhardt (kniend) erhielt für beide Darbietungen einen kräftigen Applaus. Interessiert verfolgten Pfarrer Heinrich Rosner (vorne) und Chorleiter Heinz Prokisch (dahinter) die Aufführung. Bilder: ohr (2)

Der Seniorennachmittag von Gemeinde und Pfarrgemeinde stieß auf ein starkes Echo. Nicht nur Besinnlichkeit und Geselligkeit drückten der Veranstaltung den Stempel auf.

Pfarrgemeinderatssprecher Erwin Wittmann sprach in seiner Rückschau von festen Stützpfeilern für die älter werdende Generation durch das Angebot der katholischen und evangelischen Kirche. Viele Gemeinsamkeiten verbinden die beiden Glaubensgemeinschaften.

Wittmann erinnerte an das vielfältige, würdige Gestalten herausragender Höhepunkte während des Kirchenjahres, unter vielen anderem die Einbeziehung der Kinder in die Familiengottesdienste, die festliche Osterliturgie, die Messfeiern während der Kirchensanierung im Pfarrheim mit "einem besonderen familiären Charme". Aber auch die Senioren unterstützten die Pfarrei tatkräftig und vielfältig. Mit der Übernahme zahlreicher Dienste leisten sie einen wesentlichen Beitrag , dass es "in unserer Pfarrei so gut läuft".

Die Augen des Herzens

In Vertretung von Pfarrerin Heidi Gentzwein gab die Vertrauensfrau des evangelischen Kirchenvorstandes, Sonja Haubelt, in Anlehnung an das Lukas-Evangelium den Anwesenden mit auf den Weg "Mit den Augen des Herzens sehen" - und sehen, was hinter den Dingen steht. Pfarrer Heinrich Rosner erzählte die Geschichte, wie ein Bewohner sein völlig verwahrlostes Haus mit Hilfe eines Mannes entrümpelt, um Gott zu empfangen. Da sagt der Helfende: "Ich bin schon da!" Innehalten, und mit den Augen des Herzens sehen, empfahl der Geistliche den Zuhörern, denn - "Gott ist schon da."

Bürgermeister Hans Prechtl begrüßte besonders Franziska Scheuerer und überreichte als Präsent eine Flasche Wein. Mit 93 Jahren war sie die älteste Besucherin. Prechtl warf einen Blick auf die Situation der Gemeinde: Die Auftragslage der Unternehmen im Industriepark ist gut. Industrie und Handwerk bieten über 500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze an, merkte Prechtl an. Aktuell werden an der Grundschule sechs Klassen unterrichtet. Der Bauhof erhielt einen neuen Geräteträger als Ersatzbeschaffung. Der Breitbandausbau nutze der gesamten Bevölkerung. Finanziell ist die Gemeinde gut aufgestellt: Die Rücklagen übersteigen ums Dreifache die Verschuldung. Die Gemeinde erwarb 13 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Im kommenden Jahr wird ein neues Baugebiet ausgewiesen. Der Bürgermeister bedankte sich bei der älteren Generation für die Lebensleistung. Sie habe angepackt und ihr Leben gemeistert.

Fastenspeise

Die Stullner Sänger unter der Leitung von Heinz Prokisch am Akkordeon stimmten mit "Jetzt fangen wir zum Singen an - halleluja..." auf den musikalischen Part ein. Auch die volkstümlichen Beiträge kamen von Herzen und gingen zu Herzen. Hans Klar trug die Erzählung "Mein schönstes Weihnachtsgeschenk" von Gerhard Polt lebendig und erheiternd vor. Die Entwicklung des Lebkuchens von der Fastenspeise zur Süßspeise erstaunte die Zuhörer.

Die zehnjährige Ministrantin Samira Randelovic erfreute die Besucher mit der Kurzgeschichte "Die Meisterbäcker". Mit der Ukulelegruppe studierte Katrin Engelhardt die beiden Stücke "Lasst uns froh und munter sein" und "In der Weihnachtsbäckerei" ein. Dafür gab es starken Applaus. Der Vorsitzende des Seniorenkreises Helmut Kramer blickte in humorvoller Art auf das Jahresprogramm mit Vorträgen, Besichtigungen und die Fahrt zur Domstadt Bamberg zurück und verwies auf die Weihnachtsfeier am 19. Dezember. Der Frauenbund sorgte für den ansprechenden Tischschmuck.
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