11.02.2018 - 21:26 Uhr
Stulln

Vier Faschingszüge mit originellen Ideen Lokalcolorit statt große Politik

Im Landkreis steppt der Bär: Faschingszüge mit einem Fundus an Ideen schlängeln sich in Stulln, Steinberg, Gleiritsch und Nittenau durch die Straßen. Die Politik ist heuer "out". Den Besucherrekord gibt es wieder in der Faschingshochburg Stulln.

Geschätzte 10 000 Faschingsbegeisterte feierten in Stulln. Der Gaudiwurm kam nur langsam durch die Menschenmenge. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Stulln/Gleiritsch/Steinberg/Nittenau. (frd/rhi/doz) Wer der Meinung war, in Gleiritsch sei nichts mehr zu toppen, sah sich am Samstagnachmittag eines Besseren belehrt. Unter dem Motto "Volle Pulle" schlängelte sich der Gleiritscher Faschingszug so bunt und so lange durch die Straßen wie noch nie. Die Politiker waren es den Gleiritschern nicht einmal wert, erwähnt zu werden. Trotzdem durften sich die bestens gelaunten Zuschauer über tolle Themenwägen freuen wie etwa die eingesperrten heulenden Wölfe. Aber auch die nicht optimalen Handyverbindungen und der Glyphosat-Einsatz kamen aufs Tablett.

Dann Szenenwechsel nach Steinberg am See, wo 27 Gruppen amüsante Themen aufgriffen. Die Damen von der Beautyfarm reihten sich in den Gaudiwurm ein und zog mit ihren bunten Umhängen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Steinberger Gemeinderäte pilgerten hingegen im Büßergewand durch den 2000-Seelen-Ort und der Schützenverein Auerhahn bot schon jetzt einen "Holzkugel-Express" zur neuen Attraktion am See an.

Den Besucherrekord gab es dann trotz des schlechten Wetters am Sonntag in Stulln. 37 Nummern mit 800 Mitwirkenden: Mit viel Herzblut hatten die Teilnehmer am Faschingszug ihre Wägen geschmückt und beschallt. Die Fußgruppen suchten den Kontakt zu den Leuten, tanzten und sangen mit ihnen und versorgten sie mit Getränken, Süßigkeiten und Bratwurstsemmeln. In der Faschingshochburg herrschte wieder einmal der Ausnahmezustand. Ganz langsam schlängelte sich der Gaudiwurm durch die Menschenmengen. Sicherheit war oberstes Gebot.

Auch in Nittenau verzichteten die Fußgruppen und Wägen weitgehend auf die große Politik. Nichts zu sehen von Trump, Merkel oder Groko. Dafür waren einige Klassiker unterwegs wie Bürgermeister alias Superman, aber auch "Der 100-Jährige, der aus dem Fenster sprang und im Nittenauer Fasching verschwand". (Innenteil)

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