Werkstatt bei der Kläranlage

Seit Januar 2015 führt Bürgermeister Hans Prechtl (links) den Vorsitz des Zweckverbandes. Sein besonderer Gruß galt Franz Grabinger (rechts) als Vertreter des verstorbenen Ersten Bürgermeister Alois Böhm. Kämmerer Thomas Krapf (Mitte) erläuterte den Haushaltsplan für das Jahr 2017. Bild: ohr
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Stulln
19.12.2016
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Die Gemeinden Schwarzach und Stulln betreiben gemeinsam die Kläranlage in Wölsendorf. Die Kapazitäten für die Lagerung und Reparaturarbeiten sind knapp. Der Zweckverband berücksichtigte im Haushaltsplan 2017 die nötigen Finanzmittel für eine Werkstatt.

/Schwarzach. Vorsitzender Bürgermeister Hans Prechtl eröffnete im Beisein von Klärwärter Christian Barth im Rathaus Stulln die Sitzung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung der beiden Gemeinden. Sein Gruß galt Zweitem Bürgermeister Franz Grabinger als Vertreter des verstorbenen Bürgermeisters Alois Böhm. In einer Gedenkminute gedachte das Gremium des Toten. Prechtl erinnerte, dass die beiden Bürgermeister im Wechsel den Vorsitz führen. Der Verstorbene hatte seit Januar 2015 die Stellvertreter- Funktion inne.

Die Vorlage der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes 2017 zum jetzigen Zeitpunkt "ist vorbildlich", hob Bürgermeister Hans Prechtl eingangs hervor. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 210 800 Euro (im Vorjahr: 201 550), der Vermögenshaushalt mit 75 000 Euro (38 000) ab, erläuterte Kämmerer Thomas Krapf. Der Haushalt des Zweckverbandes ist umlagefinanziert. Der Anteil der Gemeinde Stulln steigt um 9 268,50 auf 116 938,50 Euro. Der Betrag der Gemeinde Schwarzach erhöht sich um 7 431,50 auf 93 761,50 Euro. Die Kläranlage ist auf 4 500 Einwohnerwerte ausgerichtet, merkte der Verbandsvorsitzende an. Davon entfallen auf Stulln 2 500 (55,5 Prozent) und auf Schwarzach 2 000 (44,5). Diese Quote ist der Berechnungsschlüssel zur Aufteilung der Umlage.

Die Mehrung im Verwaltungsetat um 9 250 Euro (um 4,6 Prozent auf 210 800) resultiert von der alle fünf Jahre erforderlichen Überprüfung der Zu - und Ablaufmessung, der notwendigen Erneuerung der Sauerstoffmessung im Belebungsbecken sowie der Reinigung und Schlammentsorgung der Speicherbecken. Bei den Personalausgaben ist die tarifliche Erhöhung mitberücksichtigt.

Für Investitionen sind im Vermögenshaushalt 75 000 Euro eingestellt, ergänzte der Kämmerer. Da die vorgesehene Rücklagenentnahme im Haushaltsjahr 2016 nicht beansprucht wurde, kann im Haushaltsjahr 2017 eine Entnahme von 45 000 Euro veranschlagt werden. Beim Restbetrag von 30 000 Euro ergibt sich für Stulln als Investitionsumlage 16 650 und für Schwarzach 13 350 Euro.

Für die Planung und Bauausführung des Werkstättenbaus sind Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 70 000 Euro vorgesehen. Ebenfalls ist die Erneuerung einer Leiter beim Speicherbecken zum Preis von 3 000 Euro berücksichtigt. Das Landratsamt genehmigte das Bauvorhaben am 8. November 2016, teilte Prechtl mit. Im Frühjahr 2017 kann es losgehen. Für den Haushaltsplan 2017 ist wiederum keine Kreditaufnahme eingeplant. Der Zweckverband ist schuldenfrei. Die Rücklagen von aktuell 57 221,93 Euro verringern sich im Haushaltsjahr 2017 um 45 000 auf 12 221,93 Euro. Durch alljährliche leichte Entnahmen beziffert sich der Stand im Jahr 2020 auf 4 721,93 Euro.

Das Umsatzsteuergesetz hat sich geändert, informierte Bürgermeister Prechtl. Der Zweckverband macht von der Optionserklärung Gebrauch. Diese räumt dem Zweckverband ein, gegenüber dem zuständigen Finanzamt zu erklären, für sämtliche Umsätze bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 das alte Recht anzuwenden.
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