Wie Stullner Gläubige die Osternacht feiern
Konfrontation mit der Leere

Pfarrvikar Joseph Kokkoth entzündete auf dem Vorplatz der St.-Barbara-Kirche mit dem gesegneten Feuer die Osterkerze und zog anschließend mit Gemeindereferent Markus Seelfeld und den Ministranten ins dunkle Kirchenschiff zur Feier der Osternacht ein. Bild: ohr
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Stulln
02.04.2018
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Gegen 21 Uhr war die Nacht bereits tief hereingebrochen, das Holz im Eisenkorb auf dem Vorplatz der St-Barbara-Kirche entfacht. Die Flammen züngelten in die Finsternis empor. Pfarrvikar Joseph Kokkoth, Gemeindereferent Markus Seefeld und 20 Ministranten gruppierten sich im Halbrund um die Feuerstelle. Nach der Segnung entzündete der Priester die geweihte Osterkerze und zog mit den Ministranten ins dunkle, bis auf den letzten Platz gefüllte Gotteshaus ein.

Dreimal sang der Geistliche "Lumen Christi", und als Antwort erklang "Deo gratias". Die entzündeten Kerzen tauchten das Kirchenschiff und den Altarraum während der gesamten Liturgiefeier in ein gedämpftes Licht - und die Osterkerze stand vor den Stufen auf einem Leuchter im Mittelpunkt.

Ostern ist zunächst die Konfrontation mit der Nacht, mit der Leere, mit dem leeren Grab. Nichts ruft so dringend zu Gott wie das Erleben seiner Abwesenheit. Der Ungläubige sieht diese Leere und schließt daraus, Gott ist nicht da. Der Glaubende wartet, harrt aus und hat Geduld mit Gott. Diese Gedanken stellte Pfarrvikar Joseph Kokkoth in seiner Predigt heraus.
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