Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg startet in neue Saison
Rekord beim Imkern auf Probe

Die neuen Probe-Imker des Bienenzuchtvereins Sulzbach-Rosenberg mit Bienen-Fachwart Alexander Titz, Vorsitzendem Helmut Heuberger (Dritter und Fünfter von links) und ihren Betreuern. Bild: Royer
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
18.03.2018
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"Jeder Einzelne hat eine wichtigen Aufgabe, da er mit seinen Bienen die Bestäubungsleistung in unserer Heimat sichert", schildert Kreisvorsitzender Andreas Royer. Mit 23 Probeimkern startet der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg in die neue Saison 2018/19.

Der Imkernachwuchs traf sich im Vereinslokal Vogelheim zum Probeimkertag. Vorsitzender Helmut Heuberger dankte jetzt schon für das Engagement, das die Teilnehmer für die Bienen aufbringen. Bienenfachwart Alexander Titz gab Tipps und Informationen zum Ablauf des Projekts "Imkern auf Probe" und zeigte zum Schluss noch einen kleinen Film zum Thema "Faszinierende Bienenwelt".

In der Landwirtschaft seien 80 Prozent der Kulturpflanzen auf die Bestäubung durch die Honigbienen angewiesen. Beispielsweise sei Obstbau ohne Bienen undenkbar. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass Bienen die Ertragsmenge und -qualität auch für viele nicht zwingend fremdbestäubte Kulturpflanzen wie z.B. den Raps deutlich erhöhen. "Auch für die Wildflora spielen die Bienen eine unentbehrliche Rolle und tragen damit zum Erhalt der Artenvielfalt bei", so Titze.

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Imkerei durch Bestäubung der Kultur- und Wildpflanzen wird auf das 15-fache der Honig- und Wachsproduktion geschätzt. Allerdings sei die Zahl der Imker in Deutschland rückläufig. Es bestehe die Gefahr, dass zukünftig nicht mehr alle Flächen ausreichend von Bienen beflogen würden und die notwendige Bestäubungsleistung dort nicht erbracht werden könne.

Neben der Wertschöpfung besitze das Imkern einen hohen Freizeitwert. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Nutztier Biene werde die Beobachtungsgabe geschult, das Verständnis für natürliche Zusammenhänge verbessert. Entspannung ermöglicht und Erfahrungsaustausch mit anderen Imkern gefördert. Diesen Freizeitwert, fasste Helmut Heuberger zusammen, fördere der Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg auf seinem Lehrbienenstand im Ortsteil Feuerhof.

"Mit einer Rekordbeteiligung von 23 Nachwuchsimkern geht der Verein in ein neues Abenteuer." Die logistische Herausforderung sei groß. So müssten jetzt die Bienenvölker beschafft, Waben und Rähmchen organisiert und die Betreuer auf ihre Aufgaben vorbereitet werden.

Am 14. April um 10 Uhr treffen sich dann die Probeimker zum ersten Mal am Lehrbienenstand zur Übergabe der Bienenvölker. Mit einem theoretischen Teil wird dann dieser Tag abgeschlossen.
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