04.04.2018 - 17:12 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Circus Arthur Kaiser gastiert in Rosenberg Exoten an der Maxhütte

Antilopen, Kängurus und Wasserbüffel: ab Freitag macht der Circus Arthur Kaiser in Rosenberg Station. "Europas größte Exotenzucht" bietet ein paar Überraschungen - sogar tibetische Grunzochsen.

Heu und etwa 350 Kilogramm Kraftfutter sind die tägliche Futterration der 50 Zirkustiere, darunter Yaks und ungarische Steppenrinder. Bild: Hartl
von Redaktion OnetzProfil

Weil die Stadt das Dultplatz-Areal wegen der anstehenden Kompas-Messe nicht zur Verfügung stellen konnte, musste die Zirkusfamilie auf die Freifläche in der Erzhausstraße gegenüber der Maxhüttenzufahrt ausweichen. Dort sind die Aufbauarbeiten in vollem Gange, denn ab Freitag ist hier für zehn Tage Programm für alle Altersstufen geboten. Artistische Aufführungen, Feuerspucker, Clowns und exotische Tiere, darunter Kamele, Lamas, Büffel und Kängurus, gehören zur rund zweistündigen Unterhaltung, erklärt Zirkuschefin Cindy Kaiser. Außer Dienstag und Mittwoch starten täglich um 16 Uhr Vorstellungen in dem 800 Personen fassenden Festzelt (Sonntag um 14 Uhr).

Tradition seit 1882

Die Kaisers führen den seit 1882 bestehenden Zirkus inzwischen in der neunten Generation, erst Anfang des Jahres haben Cindy Kaiser und ihr Ehemann den Betrieb in Eigenregie vom Vater übernommen. Seitdem sind sie mit ihren drei Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren hauptsächlich im süddeutschen Raum unterwegs. Unterstützt werden sie aktuell von einer ungarischen und einer tschechischen Artistenfamilie, insgesamt sind 15 Personen involviert. Auch die etwa 50 Tiere gehören fest zur Familie und stammen nahezu ausschließlich aus Eigenzucht.

Das Zirkusleben ist kein einfach verdientes Brot. Regelmäßige, strenge Kontrollen der Tiere durch das Veterinäramt, die schwierige Suche nach geeigneten Festplätzen, rückläufige Besucherzahlen und schwere körperliche Arbeit, vor allem der Zeltaufbau, prägen den Alltag. Doch die positiven Momente machen die Strapazen wett, sagt Cindy Kaiser: "Wir leben für unseren Zirkus und die Tiere, das ist unsere Existenz." Auch die Kinder sind glücklich, sie wurden hineingeboren und kennen nichts anderes. Das Leben im Wohnwagen und der Kontakt zu den Tieren ist ein Abenteuer, gerade "Ponys oder Baby-Lamas begeistern die Kleinen", erzählt die Mutter.

Privatlehrer für Kinder

Ob die Kinder auch zukünftig dem Zirkusbetrieb treu bleiben, ist jedoch ungewiss, denn der Unterricht in Schulen vor Ort oder durch Privatlehrer erfordert ständige Veränderungsbereitschaft. Die Aufbauarbeiten werden heute abgeschlossen sein, dann üben die Artisten für ihren ersten Auftritt am Sonntag. Wer es nicht erwarten kann, darf schon vorher vorbeischauen und die zahlreichen Vierbeiner streicheln.

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