23.01.2017 - 02:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Georgs-Pfadfinder organisieren Heimkirwa Klassiker lebt wieder auf

Ein Open-Air, Spanferkel, Pilsbar, Wein, Live-Musik - sie konnte alles bieten, was ein zünftiges Wochenende auszeichnet. Die Heimkirwa des Stammes St. Georg Sulzbach unter dem typischen Fallschirm hinterm Josefshaus hob sich immer durch pfadfinderischen Charakter von anderen Festen ab. Sie war lange Zeit ein Besuchermagnet. Jetzt kommt sie wieder.

Die Cheforganisatoren der Heimkirwa (von rechts): Die Vorsitzenden von GSG und DPSG, Thomas Zellerer und Tobias Gräf, sowie Florian Schwager.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Als im Juni 2005 die Zapfhähne versiegten und der Kirwabetrieb aufgrund von Unstimmigkeiten im Organisations- und Betriebsablauf eingestellt wurde, endete eine Ära, die viele bis heute vermissen. 2017 soll damit nun Schluss sein, die Heimkirwa erhält eine neue Chance. In enger Abstimmung mit der Gemeinschaft St. Georg (GSG), den Sulzbacher Altpfadfindern, hat die Leiterrunde der DPSG Sulzbach-Rosenberg beschlossen, sich an dieses Großprojekt heranzuwagen und dem Fest zu einer Neuauflage zu verhelfen - eine mutige Entscheidung.

Bereits seit dem Spätsommer kommen Jung- und Altpfadfinder aus DPSG und GSG zu regelmäßigen Organisationstreffen zusammen, um das Vorgehen zu besprechen, Abläufe zu planen, mögliche programmatische Anknüpfungspunkte zur früheren Heimkirwa herzustellen und vor allem, um Freiwillige als Helfer zu rekrutieren.

Riesen-Aufwand

Denn die Organisatoren rund um die Chefplaner Thomas Zellerer (GSG), Tobias Gräf (DPSG) und Florian Schwager (GSG) sind sich der Dimension des Vorbereitungsaufwands eines solchen Projekts voll bewusst. Gerade weil die Pfadfinder nur auf ehrenamtliche Laien aus den eigenen Reihen zurückgreifen können, soll das Comeback der Heimkirwa am Ende der Pfingstferien 2017 zunächst in abgespeckter Form stattfinden - sozusagen als Probelauf für mögliche weitere Kirchweihen.

Aus diesem Grund werden die Festivitäten zunächst nur zweitägig am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Juni, veranstaltet. So soll gewährleistet werden, dass der Arbeitsaufwand überschaubar bleibt, bis die Helfer sich in ihren oft komplizierten Abläufen eingearbeitet haben.

Gleicher Ort

Die Öffentlichkeit ist natürlich eingeladen, und auch der Ort bleibt gleich: Der neue Eigentümer Kolping-Bildungswerk stellt mit freundlicher Unterstützung den Parkplatz hinter dem Josefshaus zur Verfügung. Tobias Gräf verspricht sich von dem Kirwaprojekt die Wiederbelebung einer alten Sulzbacher Pfadfindertradition sowie öffentlichkeitswirksame Stärkung des Pfadfindergedankens. Dies könnte gerade mit Hinblick auf Neuwerbung junger Mitglieder für den Stamm positive Dynamik entfalten.

Sie schaffen es

Am Dienstag, 21. März, treffen sich wieder alle Fans und Helfer der Pfadfinderkirwa am Heim, um die Vorbereitungen bis Pfingsten auch rechtzeitig abzuschließen, erläutert Thomas Zellerer. Die Organisation liegt also in bewährten Händen, und die Pfadfinder, die stets zusammenhalten, werden auch diese Herausforderung stemmen. Zum Wohle aller Festbesucher, im Gedenken an schöne alte und gute kommende Zeiten.

Viel Musik

Bei der Heimkirwa dürfen sich die Besucher auf sowohl auf traditionelle und brauchtumsorientierte musikalische Unterhaltung wie auf Modernes freuen: Samstag geht die Post ab mit Lidschi & The Melodymakers, ebenfalls ein Party-Klassiker. Am Sonntag spielt die Kirwa-Frühschoppenkapelle auf, am Nachmittag die alten Boyscouts in Originalbesetzung. "So ist das musikalische Programm für alle Altersgruppen ausgelegt", erklärt Florian Schwager. (ge)

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