07.01.2018 - 16:48 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Stadt- und Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft Knappnesia "Zeche zahlen wir nicht!"

Weniger ist manchmal mehr. Das bewahrheitete sich heuer beim Stadt- und Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft Knappnesia im Wagner-Saal: Das Programm und die Möglichkeit, das Tanzbein zu schwingen, wechselten sich zeitlich wohltuend ab.

von Wolfgang BerndtProfil

Nicht nur "normale" Närrinnen und Narren waren begeistert von dem Programm, das die Aktiven der FG Knappnesia unter Anleitung der Gardeausbilderin Heike Gradl auf die Beine gestellt hatten. Auch die Ehrensenatoren und Ehrengäste aus der Wirtschaft und der Politik bereuten den Besuch nicht - an der Spitze der Ehrenpräsident und seit vielen Jahrzehnten Motor der Faschingsgesellschaft, Franz Kick. Die weiteste Anreise hatte eine Abordnung des Patenvereins Sulmtalnarren aus Ellhofen. Mit den Narren aus dem Allgäu ist die FG Knappnesia seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.

"Auch wenn die Faschingssession 2017/18 sehr kurz ist, sollte man diese Zeit nutzen, um fröhlich zu sein und den Alltag hinter sich zu lassen", betonte Bürgermeister Michael Göth. Die Stadtkasse sei zwar besser gefüllt als noch vor einigen Jahren, trotzdem sollte das Prinzenpaar Sparsamkeit walten lassen, empfahl Göth bei der Übergabe der Rathausschlüssel. Bis zum Aschermittwoch haben die Faschingsfreunde das Stadtoberhaupt in den Urlaub geschickt. "Wir übernehmen von jetzt ab alle uns auferlegten Pflichten - mit einer einzigen Ausnahme: Die große Zeche bezahlen wir nicht!", machte Christian III. unmissverständlich deutlich. Dafür müssten die in die Tasche greifen, die das Prinzenpaar entdeckt haben. "Seid vernünftig, Frau und Mann, schaut die Welt humorvoll an", gab Prinzessin Ivonne I. dem närrischen Volk mit auf den Weg.

Diesen Vorsätzen schloss sich das Jugendprinzenpaar Michelle I. und Babrzai I. an. "Öffnet die Herzen im Karneval, Frohsinn und Freude sei überall." Neben der Übergabe des Jahresordens und der Ernennung von Martin Sachsenhauser zum Ehrensenator würdigte die Regionalpräsidentin des Landesverbands Ostbayerischer Faschingsgesellschaften, Waltraud Rath, viele Aktive mit Leistungsabzeichen.

Unter den Darbietungen der Bambini-, Kinder- und Jugendgarde, des Funkmariechens Amalie Gross und des Männerballetts bildete der Showtanz der Prinzengarde "Eine Reise um die Welt" zum Abschluss den Glanzpunkt des Balles. Von Ägypten zum Dschungel, von Paris bis zur Fahrt über die Weltmeere - die Prinzengarde war rund um den Globus unterwegs und berichtete, was sie dabei alles erlebt hat. "Dieser erfolgreiche und tolle Abend war nur möglich, weil viele fleißige Hände vor und hinter der Bühne mitwirkten", zeigte sich Präsident Christian Kellner abschließend überzeugt.

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