Verkehrssicherheitstraining für Senioren
Rückwärts fahren ohne starren Hals

Rückwärts und Slalom um die Hindernisse: Für Lkw-Fahrer ist das Manövrieren nur mit Spiegeln Standard. Für die Autofahrer war es ungewohnt - aber mit ein bisschen Einweisung klappte es. Bild: gac
Freizeit
Sulzbach-Rosenberg
19.10.2017
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Wie nahe kann ich vorne an ein Hindernis anfahren, ohne mein Auto zu beschädigen? Und wie fahre ich rückwärts ohne einen starren Hals? Diese und andere Fragen konnten bei einem Fahrtraining für Senioren auf dem Dultplatz geklärt werden.

Zum ersten Mal veranstalteten der Seniorenbeirat der Herzogstadt und die Verkehrswacht bei einer Seniorenaktionswoche ein Verkehrstraining für ältere Autofahrer. Im ersten Teil wurden von erfahrenen Fahrlehrern Änderungen der Straßenverkehrsordnung und Entwicklungen der Rechtsprechung in den vergangenen Jahren erläutert. Hier bekamen die Teilnehmer gewissermaßen eine Auffrischung der theoretischen Fahrprüfung, die bei vielen schon einige Jahrzehnte zurückliegt.

Für den zweiten Teil der Veranstaltung hatte die Kreisverkehrswacht am Dultplatz eine Übungsstrecke aufgebaut. Unter Anleitung fuhren die Senioren mit dem eigenen Auto Slalom vorwärts, durch eine enge Durchfahrt und schließlich die Königsdisziplin: rückwärts durch einen mit roten und gelben Stangen abgesteckten Slalom. Dabei durften nur die Spiegel benutzt werden - ein Fahrlehrer gab durchs offene Fenster Hilfestellung, wenn es erforderlich war.

"Das ist sehr anstrengend," sagte eine Teilnehmerin, "aber hinterher fühlt man sich doch sicherer auf der Straße." Für das erste Mal fanden sich sieben Teilnehmerinnen - ausschließlich Damen ein. Ob die Herren zu sehr von ihrem Können überzeugt sind? Rosalia Wendl, Geschäftsführerin der Gebietsverkehrswacht, sagte dazu: "Wir würden uns im Interesse der Verkehrssicherheit sehr über mehr Interessenten freuen." Eine ähnliche Veranstaltung soll im nächsten Jahr angeboten werden: Nimand müsse befürchten, das Fahrfehler an die Polizei oder andere Behörden gemeldet werden, betonte Wendl. Interessenten können sich beim Seniorenbeauftragten der Stadt Sulzbach-Rosenberg, Andreas Knopp, 510-135, oder Rosalia Wendl, 510-125, melden.
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