Adventssingen der Trachtenvereine
„A Packerl Zeit“ schenken

Der Sulzbacher Kindergesang zauberte mit heiteren Liedern ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
12.12.2016
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"Alle Jahre wieder beginnen wir in der staaden Zeit zu hetzen und nehmen uns doch vor, etwas anders zu machen", sagte Wilhelm Ertel von den Erz- und Eisenwalzerboum. Mit dem Thema "Alle Jahre wieder" hatten die drei Heimatvereine der Stadt schon zum 15. Mal zum Adventssingen in den Rathaussaal eingeladen.

Da erklangen besinnliche Weisen, die die vielen Zuhörer mitnahmen auf den Weg von der ersten Adventskerze über den Nikolaustag und Winterfreuden in der verschneiten Landschaft bis schließlich zur Geburt Christi im Stall in Bethlehem. Die Erz- und Eisenwalzerboum waren mit ihrer Mülchbankl Muse und dem Bläsertrio Klang Blech vertreten.

Vom Heimatverein Birgland spielten die Sängerinnen und die Stubenmuse auf. Auch die Sulzbacher Stubenmuse vom Heimat- und Trachtenverein Stamm und der Sulzbacher Kindergesang waren gekommen. Die Kinder, zwischen fünf und acht Jahre alt, waren entzückend. Ohne Angst vor dem großen Publikum sangen sie frisch und munter "O heiliger St. Nikolaus" und "Göih Hansl pack döi Packerl z'samm". Die Zuhörer waren ganz verzaubert.

Etwas zum Nachdenken

Wilhelm Ertel trug nachdenkliche, aber auch humorvolle Texte vor. Immer wieder klang die Frage an, die viele Menschen im Vorweihnachtsstress bewegt: Was will uns die 2000 Jahre alte Geschichte von der Menschwerdung Gottes heute noch sagen? Heute wie damals sehnen sich die Menschen nach Frieden in der Welt, aber auch nach Frieden im eigenen Herzen. Deshalb riet Ertel, man solle sich im Advent vor allem "a Packerl Zeit" schenken.

Die Gesangsgruppen trugen alte, vertraute Lieder vor, in denen ein Advent und ein Weihnachtsfest spürbar wurden, die nicht von tollen Events, Hetzerei und Geschenke-Bergen erstickt werden. Ruhige Instrumentalstücke der Musikgruppen gaben Zeit, Ertels Worte und auch die Liedertexte nachwirken zu lassen und sich auch eigene Gedanken zu machen, was denn der Advent bedeutet. Die Musikanten spielten traditionelle Instrumente wie Hackbrett und Zither. Zart erklang eine Blockflöte, ergänzt von Gitarren. Ein Zupfbass und Akkordeons brachten noch weitere Klangfarben ins Spiel. Da gab es keine elektrische Verstärkung, keine technische Verfremdung. Die Lieder und Instrumentalstücke waren schlicht und gingen gerade deshalb zu Herzen, sie schenkten Hoffnung und Zuversicht.

Spenden für Trachtler

"Heute ist es wirklich besinnlich geworden und wir konnten zur Ruhe kommen", sagte 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein dankbar. Er wünschte allen frohe Weihnachten und überreichte Ertel für die drei Heimatvereine je einen Umschlag mit einer Spende. Schließlich sangen die Besucher, begleitet von den Musikanten, "Alle Jahre wieder."

Am Ausgang baten die Trachtler um Spenden für die Einzelfallhilfe der Diakonie, die Menschen in Notsituationen unterstützt. Gern waren die Besucher bereit, die Körbchen zu füllen, damit möglichst viele Menschen eine Weihnachtsfreude haben.
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