15.03.2018 - 20:10 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Checkpoint Charlie huldigt im Seidel-Saal Blues-Größen der 60er- bis 80er-Jahre Auf den Spuren legendärer Trios

1983 ging Karlheinz "Charlie" Misler nach Berlin, um dort zu studieren. Von der Neuen Deutschen Welle, die damals durch die geteilte Stadt schwappte, blieb er unbeeinflusst. Einen Begriff von dort hat er aber mitgenommen.

Vor einem ausverkauften Seidel-Saal zelebrierten (von links) Peter Mauritz, Charlie Misler und Werner Wisgickl den Blues. Bild: müb
von Redaktion OnetzProfil

Checkpoint Charlie heißt heute die Band des Amberger Gitarristen. Mit seinen Freunden Werner Wisgickl (Bass) und Peter Mauritz (Schlagzeug) spielt er Rhythm and Blues der 60er bis 80er Jahre. Ihr Sound erinnert an legendäre Trios dieser Ära wie Cream, Ten Years After oder Jimi Hendrix Experience.

Ihr Gastspiel im Seidel-Saal eröffnete die Band mit einem ruhigeren Stück, dem sie "Long Grey Mare" folgen ließen; bekannt durch Fleetwood Mac oder auch Gary Moore. Es folgte ein Klassiker nach dem anderen bis zu Charlies Ansage, sie könnten sich nun auch blamieren. Doch Jimi Hendrix' "Hey Joe" brachte keine böse Überraschung. Das Publikum nahm die Checkpoint-Charlie-Version mit überschwänglichem Applaus auf. Zwei weitere Hendrix-Titel folgten: "The Wind Cries Mary" und das von Bob Dylan übernommene "All along the Watchtower".

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit "Dust my Broom" von Elmore James. Charlie Misler glänzte auf seiner Slideguitar. Nicht nur hier sorgten Werner Wisgickl für den abgrundtiefen Groove und Peter Mauritz für den Rhythmus. Maximilian Tischler kümmerte sich am Mischpult um den guten Ton.

Ein Höhepunkt war die wunderbare Eigenkomposition "Summer in Berlin", in der Charlie Erinnerungen an seine Zeit dort verarbeitet hat. Weiter ging's mit Hendrix ("Bold As Love" und "Little Wing"), langsamen Bluesstücke und sogar südamerikanischer Klängen bis zum Finale mit Rory Gallaghers "Shadow Play".

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