01.05.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Eröffnung am Donnerstag, 3. Mai, im Literaturhaus Oberpfalz - Kurator Michael Peter Hehl zeigt ... Ausstellung "Beat und Kalter Krieg"

Im Literaturhaus Oberpfalz wird am Donnerstag, 3. Mai, um 19.30 Uhr die Ausstellung "Beat und Kalter Krieg. Deutsch-amerikanische Literaturbeziehungen 1958 - 1968" eröffnet. Die Einführung übernimmt Kurator Michael Peter Hehl an Hand von Filmausschnitten. 1958 begann Walter Höllerer gemeinsam mit Gregory Corso an der zweisprachigen Anthologie "Junge amerikanische Lyrik" zu arbeiten, in der dem deutschen Publikum erstmalig US-amerikanische Beat-Autoren präsentiert werden.

Single zur Anthologie "Junge amerikanische Lyrik" im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg. Bild: exb
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Deren Orientierung an der Ästhetik des Alltags und des Spontanen sowie das emphatische Bekenntnis zum Modernismus, das Autoren wie Allen Ginsberg, Gregory Corso oder Jack Kerouac vertreten, haben in Deutschland wichtige literarische Impulse gesetzt. In den USA werden in den 1960er Jahren im Gegenzug deutschsprachige Autoren wie Günter Grass, Uwe Johnson oder Ingeborg Bachmann präsentiert. Häufig übernimmt hierbei der gebürtige Sulzbach-Rosenberger Walter Höllerer eine zentrale Vermittlerrolle. So ist es beispielsweise nicht zuletzt Höllerer und seinen Kontakten zu verdanken, dass der Autor Uwe Johnson Mitte der 1960er-Jahre eine Einladung zu einem Aufenthalt nach New York erhält, um an seinem Hauptwerk "Jahrestage" (1970 bis 1983) zu arbeiten. Die Ausstellung nimmt die Zeit zwischen der Entstehung der deutsch-amerikanischen Autorennetzwerke um Höllerer und dem vorläufigen Höhepunkt der Rezeption amerikanischer Beat-Autoren um 1968 in den Blick und fragt insbesondere nach den kulturpolitischen Dimensionen dieser Literaturbeziehungen im Zeichen des Kalten Kriegs.

Zu sehen gibt es eine Vielzahl an Briefen und Manuskripten sowie Ton- und Filmaufzeichnungen von Gregory Corso, Allen Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, Walter Höllerer, Uwe Johnson und vielen anderen. Dauer der Ausstellung: Donnerstag, 3. Mai, bis Sonntag, 30. September; Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, jeweils 9 bis 17 Uhr (außer an Feiertagen), Sonntag, 14 bis 17 Uhr. (außer Pfingstsonntag, 20. Mai).

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