27.03.2018 - 20:10 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Frühjahrskonzert der Cellar Boys im Capitol Spielfreude mit Klassikern

Um es gleich zu sagen: Die musikalischen Blumen sprießen, wie auf den bunten Plakaten deutlich zu sehen. Die Cellar Boys haben ihren Übungsraum verlassen und sich wieder einmal auf die Capitol-Bühne gestellt. Sie bringen Blues, Rock und jede Menge Spielfreude mit. Das schlägt sich bei den Gästen nieder.

Das sind die Cellar Boys im Capitol: Von links Matthias Sommer, Lurchi Gebhardt, Thommy Müller, Uli Lommer und Konny Sommer. Bild: Steinbacher
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Als Frühjahrskonzert hatten die fünf Jungs ihren Auftritt angekündigt, und das merkten die Gäste im Capitol auch schnell: Jede Menge neuer Lieder begeisterten die Fans. Nach den Klassikern "Call me the breeze" und "Hallelujah, I love her so" erhielten die Foo Fighters ihre musikalische Reverenz mit "Learn to fly" - "auch wenn wir die Band gar nicht kennen", wie Thommy Müller augenzwinkernd anmerkte.

Überhaupt erwiesen sich die Boys als lockere Gang auf der Bühne, die ihre Songs mit mancherlei Anekdoten würzte. Beatles und Stones kamen musikalisch zu Wort, und Thin Lizzys "Southbound" fetzte so richtig, ebenso "I love you like I love myself" von Hermann Brood. Dass es für Jugendliche schon früher langweilig war in der Stadt, unterstrich Müllers Eigenkomposition "The most boring town". Aber "Tulsa Time" und der band-eigene "Big Train" verscheuchten die Gedanken bald wieder. Und mit dem Allman-Brothers-Hit "Jessica" ging es furios in die Pause.

Im zweiten Abschnitt warteten noch einige Gitarren-Highlights: "Sultans of swing", von Uli Lommer bravourös in die Saiten gesetzt, und "Bad Penny" von Rory Gallagher, bei der die beiden Super-Gitarrreros Müller und Lommer sich gekonnt duellierten. Unterstützt vom Routinier Konny Sommer am Bass, Lurchi Gebhardt am klassischen Rock-Drumset und dem zu immer besserer Form auflaufenden jungen Tastenmann Matthias Sommer vermittelten die Solisten das Bild einer in sich stimmigen Band, die weiß, was sie tut, und auch ihre Fans mitreißt.

Ein Trip auf der guten alten "Route 66", nach "Sweet home Chicago", dann "Johnny B. Goode" und als emotionales Sahnehäubchen noch "Willin" von Little Feat am Ende, dann verneigten sich die Fünf vor ihrem begeisterten Publikum.

Ein toller Abend mit Musik, die sonst wirklich nirgends mehr zu hören, aber deswegen nicht weniger gut ist. Und bei diesem Konzert prima gemischt von Anita Kinscher. Jetzt heißt es hoffen auf ein Herbstkonzert...

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