06.02.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Homeless Bernie’s Blues Nirvana macht Halt im Seidel-Saal Fest für Rock- und Bluesfans

Wenn Homeless Bernie mit seinen beiden Begleitern auf Tour geht, dann versetzen sie das Publikum in ein Nirvana aus Blues, Boogie und klassischem Rock. Und zum Schluss geht im Haus die Sonne auf.

Der Sound der 60er- und 70er-Jahre hat (von links) Ernst Müller, Ludwig Bergner und Bernhard (Bernie) Schönke geprägt. Auf der Bühne zeigt das Trio ein nahezu blindes Verständnis. Bild: müb
von Redaktion OnetzProfil

Auf Einladung der Kulturwerkstatt machte Homeless Bernie's Blues Nirvana im Seidel-Saal einen Stopp und begeisterte die Fangemeinde für Blues und Rock. Bernhard (Bernie) Schönke (Gesang, Bass), Ernst Müller (E-Gitarre, Gesang) und der Schlagzeuger Ludwig Bergner sind in München mit dem Sound der 60er und 70er Jahre aufgewachsen. Einflüsse bekannter Gruppen wie Ten Years After oder Cream klingen aus ihren Stücken heraus.

Mit dem langsamen Stück "You gotta help me" hatte das Trio das Publikum aufgewärmt. Dann ging es zur Sache. Der Rhythm & Blues-Klassiker "Route 66", komponiert 1946 im 12-Bar-Blues-Schema, wurde mitreißend dargeboten. Ernst Müller beeindruckte mit dynamischen Gitarrensoli an der Les Paul. Die weiteren Stücke waren ein Mix aus neu interpretierten Cover-Versionen namhafter Blues-Legenden und eigenen Songs aus ihren Alben "Roadhawk" und "Boogie Nirvana", wie "Dance to the Boogie" und "Music Man".

Zum Titelsong der ersten CD "Roadhawk Blues" wurde Maximilian Tischler auf die Bühne gebeten, der den Part an der Mundharmonika begeisternd übernahm. Das Trio war ebenfalls beeindruckt, und nach der Pause konnte "Maxi" sein Talent noch einmal bei dem mitreißendem Stück "Hoochie Coochie Man", geschrieben von Willie Dixon und zum ersten Mal von Muddy Waters 1954 aufgeführt, unter Beweis stellen.

Für den erdenden Groove sorgte Ludwig Bergner am Schlagzeug mit feiner Polyrhythmik, die an Ginger Baker erinnerte, spielte der doch auch auf einem Ludwig-Schlagzeug. Mit lässigen Bassläufen war Bernie immer zur Stelle. Dieses Trio versteht sich fast blind; es genügt ein Nicken oder ein kurzer Blick.

Unter den Zugaben war auch "The House of the Rising Sun"; ein amerikanischer Folksong, den die Animals um Eric Burdon populär machten. Homeless Bernie's Blues Nirvana präsentierte ihn in einer neu überarbeiteten Version von Bernhard Schönke. Dann verabschiedete sich das Trio, und Bernie sagte Danke, dass er in diesem historischen Raum mit viel Charakter spielen durfte. "Ich komme gern wieder", versprach er. Auch das Publikum würde es freuen.

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