24.05.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Konzert des Multi-Chores 20 Jahre musikalisches Potpourri

Mit kräftigen Paukenschlägen zu afrikanischen Rhythmen zog der Multi-Chor der Städtischen Sing- und Musikschule Richtung Bühne im Capitol - das große Jubiläumskonzert des bunten Erwachsenenchores zur Feier seines 20-jährigen Bestehens geriet zu einem Hörgenuss, der es wahrlich in sich hatte.

Mit kräftigen Paukenschlägen zog Chorleiter Franz-Xaver Reinprecht mit seinem Multi-Chor der Städtischen Sing- und Musikschule zum Jubiläumskonzert auf die Bühne des Capitols. Bild: lhc
von Autor LHCProfil

Vollblutmusiker und Chorleiter Franz-Xaver Reinprecht erinnerte an den Start vor zwei Jahrzehnten: "Begeisterte Sänger, die an einem Musical mitwirkten, wollten einfach weitersingen." So kam es, dass Reinprecht, der sich in Tansania von der erfrischenden und heiteren Art zu singen inspirieren ließ, den vielseitigen Chor ins Leben rief.

Bei Filmausschnitten aus 20 Jahren staunte das Publikum nicht schlecht, wie vielfältig die rund 40-köpfige Gruppe ist. Querbeet von Schlagern wie "Tränen lügen nicht" über Musicals, Kirchenkonzerte und verschiedene Projekte - der Multi-Chor wurde stets seinem Namen gerecht.

Beliebt in Russland

Von Konzertreisen bis nach St. Petersburg und ins ferne Sibirien erzählte Reinprecht: "In Russland wurden wir wie Staatsoberhäupter hofiert." Der Oberpfälzer Chor habe dort im Gegensatz zu den perfektionistischen und uniformierten russischen Chören mit seiner Lockerheit und Fröhlichkeit überzeugt. Mit einer Jazz-Big-Band aus Bad Mergentheim sang der Chor das "Sacred Concert" sowohl in Tauberfranken als auch in der Oberpfalz.

So ließ es sich Sylvia Schulz, stellvertretende Leiterin der Sing- und Musikschule, nicht nehmen, Reinprecht und dem Chor zum Jubiläum zu gratulieren.

Einen Querschnitt aus dem Repertoire des Chores gaben die knapp 40 Sänger - stets umrahmt von kleinen witzigen Geschichten und einem steirischem Gedicht ("Da Russ") des Chorleiters: "Lyrik ist meine zweite große Leidenschaft", verriet der gebürtige Österreicher Reinprecht. Jazz, Kirchenmusik, Pop, klassische Melodien und viele andere Stilrichtungen präsentierte der Chor erfrischend abwechslungsreich. Auffallend: Immer wieder sang der Chor afrikanische Lieder. Und als dann die Trommelgruppe "Kiwambo" um Gabriele Werner sowie zahlreiche Sänger aus dem Nürnberger "Hauptstadtchor" und dem "Taucherchor" aus München als musikalische Geburtstagsgäste auf die Bühne kamen, freute sich das Publikum über die Stimm- und Klanggewalt der rund 70 Musiker.

Beeindruckt von Vielfalt

Johann Sebastian Bachs "Sicut locutus est" aus der Vertonung des Magnificats, das melancholische Kosakenlied "Ach ty step" oder das Schlaflied von Stephan Eicher auf Schwyzerdütsch - das Publikum spendete großen Applaus und zeigte sich von der Vielfalt beeindruckt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.