01.03.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

Lehrerkonzert der Sing- und Musikschule bietet viel Erwärmendes Sonnendurchflutete Melodien

Fiese Grippeviren und arktische Temperaturen haben keine Chance mehr. Mit südländischem Flair, sonnendurchfluteten Melodien und herzerwärmender Virtuosität schlägt ihnen die Städtische Sing- und Musikschule (SMS) ein Schnippchen.

Akkordeonistin Viktoria Dechant (rechts) und Gitarrist Andreas Fischer (links) brillierten als Solisten im Piazzolla-Doppelkonzert für Bandoneon, Gitarre und Streicher. Bild: exb
von Anke SchäferProfil

Im kollegialen Quartett vereint mit Violine, Viola und Violoncello begrüßte Schulleiter Steffen Weber das Publikum als Querflötist beim eleganten Mozart-Auftakt des traditionellen Lehrerkonzerts.

Dem feintönigen Wohlklang blieb er auch mit der später folgenden "Undine"-Sonate von Carl Reinecke verbunden, die er im Duett mit Pianistin Lisa Milyukova leichtfüßig über die Wellen tanzen ließ. À propos Wasser: Vor Lisa Milyukovas Solo "La mer" hätte sich gewiss auch Charles Trenets als Schöpfer dieses unsterblichen, beschwingten französischen Klassikers tief verneigt.

Nicht minder begeistert aufgenommen wurde Spanien im doppelten Doppelpack: Sopranistin Susanne Wessel und Pianistin Viktoria Dechant zelebrierten kunstvoll drei traditionelle spanische Lieder, die Manuel de Falla 1914 auf Papier festgehalten hat. Geradezu vor heißblütigem Temperament und musikalischer Leidenschaft sprühten Saxofonist Stefan Frank und Pianistin Lisa Milyukova bei Pedro Iturraldes entfesseltem "Pequena Czarda".

Wer Tango sagt, hat unweigerlich den Argentinier Astor Piazzolla im Ohr. Im Rathaussaal ließ dessen groß besetztes Doppelkonzert für Bandoneon (Viktoria Dechant) und Gitarre (Andreas Fischer) sowie vier Geigen, Viola, Cello und Bass die vertonte Leidenschaft vorglühen, bevor sich Viktoria Dechant als Piazzolla-Solistin am Akkordeon dem schmelzenden Siedepunkt entgegen musizierte. Der Eurythmics-Hit "Here comes the rain" brachte übrigens keine Abkühlung, denn die als Duo Paparazzi firmierenden Lisa Milyukova (Gesang) und Andreas Fischer (Gitarre) drehten unablässig weiter an der Stimmungsschraube.

Vom Instrumental-Trio Beatrix Köhle (Oboe), Gaby Athmann (Querflöte) und Alice Graf (Piano) bereits mit zwei Werken der chinesischen Komponisten-Schwestern Low an der romantischen Ader gekitzelt, schwelgten die Zuhörer zum Konzert-Abschluss vollends in der gefühlvollen Vokalwelt des Ensembles Herzig: Zusammen mit Johanna Dobmeier, Christina Gerl sowie Klavierpartner Roland Nitzbon machten Sylvia Niederkleine und Elena Weich mit "Somewhere over the rainbow", "True Colors" und "Royals" ihrem Namen alle Ehre und dem Publikum eine mit großem Applaus quittierte Freude.

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