22.10.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Musik-Trio begleitet die Vernissage dreier Malerinnen LCC in fränkischer Künstlerhand

Pflanzen wachsen und gedeihen bestens im hellen und luftigen Atrium des Landkreis-Kulturzentrums. Einen Hauch von Dschungel verspürten drei Malerinnen aus Franken, als sie den Ort für ihre Ausstellung in der Oberpfalz besichtigten. Damit hatten sie auch deren Titel gefunden.

Katrin Brand, Ute Plank und Lena Miller (von links) sind die drei Künstlerinnen im Dschungel des Landkreis-Kulturzentrums. Bilder: hka (2)
von Helga KammProfil

"Drei Frauen im Dschungel": Das sind Ute Plank und Katrin Brand aus Hersbruck sowie Lena Miller aus Nürnberg. Alle drei haben Bildende Kunst und Malerei studiert und zum Teil zu ihrem Beruf gemacht. Für die Vernissage im LCC haben sie aus Franken Small & Together mitgebracht; eine junge Formation , die den Abend musikalisch umrahmte. Und um fränkische Kirschblüten ging es ebenfalls.

Ein kleiner Kreis war es, der zur Ausstellungseröffnung gekommen war. Aber, so versicherte Manfred Lehner, der Leiter der Volkshochschule Amberg-Sulzbach, in seinem Grußwort: "Viele Menschen gehen hier täglich ein und aus und werden sich an Ihren Bildern erfreuen."

Weibliche Kunst

Auf den drei Etagen des LCC haben die Künstlerinnen ihre Werke ausgestellt. Als eine "weibliche Kunst" bezeichnete Kuratorin Nora Matocza die Bilder, die in verschiedenen Genres von realistisch und gegenständlich bis abstrakt gehalten sind.

Katrin Brand (36) malt kleinformatige Landschaften in überbordender Farbigkeit, Pflanzenportraits wie Hagebutte und Zwetschgenzweige und den fränkischen Kirschbaum in voller Blüte. "Damit verbinde ich Heimatgefühle" , erklärt sie ihre Liebe zu Frühlingsblüten und -blumen. Und Nora Matocza bescheinigt ihr "starke Harmonie auf sehr hohem Niveau".

Ganz anders Lena Miller (33). Ihre großformatigen, völlig abstrakten Bilder auf Leinwand in meist hellen Farben mit geometrischen Elementen haben Titel wie "Jagen mit den Wölfen", "Sterben" oder "Dann nimm doch die Andere". "Ich erzähle Geschichten und dokumentiere Phänomene, die an Alltägliches anknüpfen und darüber hinaus weisen", sagt sie über ihre Arbeit. Die meisten ihrer Bilder vermitteln Leichtigkeit und eine heitere lebensfrohe Stimmung.

Fasching und Flüchtlinge

Faszinierend sind die Werke von Ute Plank (51). Sie nimmt den Kunstdruck eines Gemäldes und malt darüber Personen aus der Kunstgeschichte. Sie erzeugt damit einen völlig anderen Sinn-Zusammenhang mit vielen Denkanstößen. "München leuchtet" ist so ein Beispiel, wo eine ausgelassene Faschingsfeier mit der Ankunft von Flüchtlingen kombiniert wird. Auch "Totentanz", "Das Haupt der Medusa" oder "Der tote Christus im Grabe" sind Themen ihrer Bilder. "Dieses Verwirrspiel soll die Entdeckerfreude wecken und durchaus auch das Zeitgeschehen kritisch kommentieren", erklärt sie ihre Vorgehensweise.

Bis 15. Februar zu sehen

So unterschiedlich ihre Techniken und Stilrichtungen auch sind, durch die gemeinsame zeitaufwendige Vorbereitung ihrer Ausstellung sind die drei fränkischen Künstlerinnen zusammengewachsen. Ute Plank brachte das in herzlichen Dankesworten zum Ausdruck: für die Einladung "in dieses Haus mit viel Licht und interessanten Menschen", für die thematische Einführung der Kuratorin Matocza und nicht zuletzt für die Vernissage-Gäste. Für die Ausstellung, die bis Donnerstag, 15. Februar, zu besichtigen ist, wünschte sie viel Erfolg.

Small & Together nennen sich drei junge Leute aus Franken. Maike Meinhold am Piano, Fabian Lerch mit der Gitarre und Franziska Manko mit einer starken Stimme gaben der Vernissage im LCC den musikalischen Rahmen. Vor und während der Redebeiträge und auch später, als die Besucher in den Galerien die einzelnen Bilder betrachteten, erfüllten bekannte Songs das Atrium, waren der perfekte akustische Hintergrund für das optische Vergnügen.

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