30.01.2017 - 17:20 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Raith-Schwestern unbd der Blaimer zu Gast in der Sing- und Musikschule in Sulzbach-Rosenberg: Mit Grippe-Viren auf allen Vieren

Wer für Samstag keine Karten mehr bekommen hat für die Raith-Schwestern in der Sing- und Musikschule, der muss nicht verzweifeln: Am 10. März treten die kernigen Oberpfälzerinnen im Kubus in Ursensollen auf. Und da gibt es noch Karten, "des schreibst in die Zeitung", so der sanfte Hinweis der Frontfrau Tanja.

Der Blaimer ist bei Weitem nicht so deppert, wie er sich gibt. Und ein Künstler ist er, wenn er Gitarre oder Ukulele spielt.
von Autor GFRProfil

Die Töne der Raith-Schwestern werden sanfter, die Texte sind entschärft, enthalten aber immer noch genügend Würze für unterhaltsame fast drei Stunden. Eine Granate haben wir jetzt dabei, den einzigen "G'studierten" der Band und das ist Max Seelos, "Bachelor of Schlagzeug", Sohn von Ambros Seelos. "Aber den werden die Jüngeren unter euch nicht mehr kennen", so Tanja Raith. Neu sei auch "unser Nesthockerl", der Bassist Philipp Zimmermann, der kaum was sage. Und das sei auch besser so, denn "der is a Preiss".

Am liebsten "nix tun"

Nachvollziehbar der Wunsch von Tanja, denn die möcht' ausschlafen und kann nicht verstehen, wenn beim Bäcker in der "Früh umma Zwoa" der Wecker klingelt oder wenn die Nachbarin frühmorgens schon joggt. Auch der Blaimer tät' gern ausschlafen, kann das aber nicht, wegen seiner Tanja. Was er am liebsten machen würde, diese Frage beantwortet der Blaimer gleich selbst, am liebsten tät' er "nix tun", so wie der Privatier und Selfmade-Millionär Jonathan Hart, der mit seiner bezaubernden Frau Jennifer und dem Butler Max einst auf Verbrecherjagd ging. An Ideen fehlt es dem Blaimer nie, denn er ist auch für den Frauen-TÜV: "Damit man vorher weiß, was man kauft."

Etwas lädiert humpelt die Tanja über die Bühne, denn ihr ist das "Bandl g'rissn", als sie trotz ihrer 45 Jahre den Schneidersitz probiert habe. Sonst habe sie kein Problem mit dem Alter. Aber als die Familie sie mit einer "Rentner-Drohne" überraschte, hätte es sie fast umgehaun - in der Garage präsentierte man ihr ein E-Bike, als ob sie sowas nötig hätte. Als die Schulzeit vorbei war, so die Tanja, habe die Mutter den Beruf für sie ausgesucht - Bürokauffrau. Lieber wäre sie Avon-Beraterin gewesen. Jahrzehnte davor hätte man dazu Hausiererin gesagt und was wollen die Kids heute werden: Youtuber.

Heimatplanet Rigel-7

Dem Schönheitswahn sagt der Blaimer den Kampf an, etwa den "Silikoni-Titti", die so manchem das "Pommfritti" in der Hose dampfen lassen. Der Blaimer liebt echte Falten im Gesicht und graue Haare, nicht blondiert. Aus fernen Sternenwelten komme er, so der Blaimer, und auf seinem Heimatplaneten Rigel-7, betreibe er ein Hochsicherheitslabor für die Produktion von Grippemitteln. Gegen Grippeviren helfe weder Sagrotan noch Kräutertee. "Wenn du von Grippe-Viren befallen bist, kriechst du auf allen Vieren."

"Bist du a Schöner"

Dem Blaimer tut der Zeh weh, auch der Fuß und der Arsch zwickt, lamentiert er, das Essen kann er kaum vertragen, gerade noch Hirsebrei mit stillem Wasser. Dann himmelt die Tanja ihren Blaimer an, ist immer noch in ihn verliebt und meint "mei, bis du a Schöner".

Eine Kampfansage gegen die Zweisamkeit lassen die Raith-Schwestern mit "Zu zweit san ma a Weltmacht" los. Für's Traurigsein gäb's keinen Grund und gegen "uns Zwoa", so die stimmgewaltigen Weiber, komme eh Keiner an. "Du und I", das sei das Wichtigste im Leben. Da wirft die Tanja zum Schluss einen Schmachtblick rüber zum Blaimer, der noch drauf verweist, dass jeder, der anschließend eine CD kaufe, ein gutes Werk vollbringe, denn von jeder verkauften CD bekomme er 20 Cent.

 

 

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