13.11.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Regionalbuchmesse endet mit "Schaurigem und phantastischem Ostbayern" Drinnen wie draußen Gruseliges

Eingeplant war der heftige Schneesturm natürlich nicht, aber er passte perfekt zur unheimlichen Atmosphäre der Abschlusslesung "Schauriges und phantastisches Ostbayern". Mit diesem Auftritt der fünfköpfigen Autorenriege des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Verdi Regionalgruppe Ostbayern endete zugleich der lange Nachmittag auf der Regionalbuchmesse-Lesebühne im Literaturhaus Oberpfalz.

Rolf Stemmle, Thyra Thorn, Marita A. Panzer und Martin Stauder (von links) brachten eine prickelnde Portion Schauer und Grusel mit auf die Regionalbuchmesse. Bild: aks
von Anke SchäferProfil

Nach neun Buchpräsentationen regionaler Verlage im Halbstundentakt setzte der Battenberg Gietl Verlag mit Kostproben aus "Schauriges Ostbayern" und "Phantastisches Ostbayern" den spannenden Schlusspunkt mit Gruselfaktor. Autorin Marita A. Panzer gab zunächst einen Überblick über die lange, mit großen Namen wie E.T.A. Hoffmann, Wilhelm Hauff oder Edgar Allan Poe gespickte Tradition der Schauergeschichten.

Noch viel weiter zurück reicht die Historie der phantastischen Geschichten. Die Spanne vom Märchen über Fantasy bis zu Science Fiction decken im Falle des "Phantastischen Ostbayern" insgesamt 23 Autoren ab, die Marita A. Panzer auch alle zumindest dem Namen nach vorstellte. Sie selbst las anschließend aus ihrem traditionell gehaltenen Märchen "Das rote Glas" und der unheilwabernden Geschichte "Der Auftrag".

Ihre Kollegin Gabriele Kiesl musste dank des Kurzgeschichtenformats das Ende von "Der Wald am See" nicht offen lassen. Martin Stauder dagegen genoss das Zelebrieren des "Cliffhangers" seiner Atomschlag-Raketen-Sciene-Fiction-Story "Beteigeuze". Thyra Thorn wandte sich mit einem Ausschnitt aus "Der Föhn" wieder dem Genre "Märchen" zu, das sie allerdings mit allerlei Kniffen amüsant aufgepeppt hat.

Rolf Stemmle steuerte sogar eine besondere Schauergeschichte bei, die in Sulzbach-Rosenberg spielt: "Die Ungezieferversicherung" punktete darüber hinaus mit einer Leiche im Kofferraum und einer mysteriösen, zusätzlichen Rampe in der Schloss-Tiefgarage.

Bei aller guten Unterhaltung mit dem prickelnden Schauer war Gastgeberin Patricia Preuß am Ende aber doch froh, dass keiner der schriftstellernden Gäste ein Schneesturm-Szenario zu Besten gegeben hatte - das war in der Realität doch schon gruselig genug.

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