Tag des offenen Denkmals am 10. September
Schätze der Stadt erleben

Sie präsentierten stolz das Programm der Stadt zum Tag des offenen Denkmals (von links): Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer, Nicole Mende (Untere Denkmalschutzbehörde), Michael Peter Hehl (Literaturarchiv), Günter Haller und Tanja Weiß (Stiber-Fähnlein), Patricia Preuß (Literaturarchiv) und Bernhard Dobler (Objektmanager Hochofen-Plaza). Bild: Gebhardt
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
28.08.2017
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Stadtgeschichte, hohe Literatur und Baukunst in Gebäuden, ein seltenes Industriedenkmal, eine sanierte Deponie und ein sagenhafte Spaziergang: Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, bietet die Stadt nicht nur Auswärtigen einen tiefen Einblick in ihr Inneres. Es ist der größte Tag Denkmalstag in der Herzogstadt, die seit 2006 bei der seit 24 Jahren laufenden bundesweiten Aktion mitmacht. Nicole Mende (Untere Denkmalschutzbehörde, Stadtverwaltung) stellte mit den einzelnen Protagonisten und Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer den Ablauf vor.

Sulzbacher Schloss

Von 14 bis 17 Uhr ist geöffnet, es laufen hier zwei Führungen in Schlosshof, Schlossgarten, Foyer, Festsaal, Palas mit Günter Haller, und zwar um 14.30 und 16 Uhr. Eine Filmpräsentation zu Bauarbeiten von Dr. Mathias Hensch gibt es in der Schlosskapelle St. Nikolaus zur vollen Stunde (14, 15 und 16 Uhr).

Zehn volle Jahre lang grub sich Henschs Archäologen-Team bis 2002 durch den Sulzbacher Burgberg - und brachte eine Sensation nach der anderen ans Licht. Mit Informatiker Markus Kortlang entstand für eine Byzanz-Ausstellung der Archäologischen Staatssammlung München 2004 ein computeranimierter Film, der die Burg Sulzbach um die Mitte des 12. Jahrhunderts zeigt, als eine Grafentochter von hier nach Konstantinopel aufbrach, um dort Kaiserin zu werden. Der Streifen vermittelt auf faszinierende Weise, wie Archäologie, historische Forschung und moderne Computertechnik in Kombination Einblicke in kaum bekannte Welten ermöglichen.

Literaturarchiv

"Bauen im Bestand. Das Literaturarchiv im ehemaligen Amtsgericht" heißt das Thema der Ausstellung und Führung. Geöffnet ist hier von 14 bis 17 Uhr, Führungen sind um 14.30 und 15.30 Uhr angesetzt. Studenten des Fachbereichs "Architektur/Bauen im Bestand" an der OTH Regenburg haben 2006 Ideen und Pläne dazu entwickelt, wie das Literaturarchiv durch eine neues Flächenmanagement und andere bauliche Ertüchtigungen seine Funktion als öffentliches Literaturhaus und -archiv optimieren kann. Die Ergebnisse sind in die Studie eingeflossen, die einen Eindruck vermittelt. Pläne und Entwürfe werden im Foyer präsentiert. Der Führung durch die Architektur-Ausstellung schließt sich eine Besichtigung des Hauses mit seinen Ausstellungsstücken wie dem "Pariser Koffer" an, in dem die Erstfassung von Günter Grass' Roman "Die Blechtrommel" zu sehen ist.

Schlossberg

Die Aktion läuft um 13 und 15 Uhr: eine "sagenhafte" Stiber-Führung am Rosenberger Schlossberg durch die Sulzbach-Rosenberger Märchenerzählerin Tanja Weiß. Treffpunkt ist am ehemaligen Schlösschen Franziskaruhe (Schlössl). Es folgt ein Spaziergang über den Schlossberg mit märchenhaften Ausführungen zur Geschichte des Schlössls, des Schlossbergs und weiteren spannenden Orten. Besuchern wird empfohlen, feste und geschlossene Schuhe zu tragen. Kinderwägen müssen über kurze Strecken an Treppen getragen werden. Ende ist gegen 14.30 und 16.30 Uhr im Fischer-Garten.

Maxhütte

Hier sind Erwachsenen-Führungen um 14, 15 und 16 Uhr terminiert. Treffpunkt ist die Einfahrt Maxhütte/Hochofenplaza. Zugesichert ist ein Einblick in den Bereich der Plaza mit Ausblick in die Zukunft als Denkmal. Die monumentale Landmarke des Hochofens samt Plaza ist der letzte historische Rest, der noch an die 2000-jährige Montantradition Sulzbach-Rosenbergs und an über 150 Jahre Eisenwerk Maximilianshütte erinnert. Es wird empfohlen, feste, geschlossene Schuhe zu tragen. Pro Führung können maximal 15 Besucher ab einem Mindestalter von 16 Jahren teilnehmen. Vertreter der Maxhütte regeln den Einlass und den Ablauf der Führung.

Schlackenberg

Zwischen 10 und 16 Uhr öffnet die Regierung der Oberpfalz die sanierte Deponie Schlackenberg. Der Zugang ist möglich über das Drehkreuz im Eingangsbereich Erzhausstraße. Es werden selbstständige Rundgänge und Besichtigungen am Lehrpfad mit kulturellem und geschichtlichem Hintergrund angeboten. Auf einem gut gekennzeichneten Weg findet man vielfältige Informationen zu Flora und Fauna sowie zur Sanierung. Ein weiterer Themenbereich beschäftigt sich mit der Geschichte der Maxhütte und der Eisen- und Stahlerzeugung in Sulzbach-Rosenberg. Feste und geschlossene Schuhe sind anzuraten.

Auskünfte zum Denkmalstag erteilt Nicole Mende (510-123).
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