"Tropfen auf heiße Steine" als szenische Lesung von und mit Michael Ritz im Capitol
Fassbinder noch so aktuell wie damals

In jungen Jahren schrieb Rainer Werner Fassbinder "Tropfen auf heiße Steine". Bild: Getty Images
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
03.04.2018
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"Tropfen auf heiße Steine" hieß das erste Stück des damals 19-jährigen Rainer Werner Fassbinder. Es trug den ironischen Untertitel "Eine Komödie mit pseudotragischem Ende". Das erstaunliche Werk beinhaltet bereits Themen und Figuren seiner späteren Filme. Es erzählt von der Ausbeutbarkeit von Gefühlen. Opfer wird hier am Ende derjenige, der liebt und sich hingibt.

Für den Regisseur Michael Ritz ist es seit langem ein Wunsch, diesen Text vorzustellen. Er meint, nichts hat sich zwischen den Menschen geändert: "Fassbinder ist heute so aktuell wie damals."

In einer szenischen Lesung spielen Lisa Schulz, Sophia Ritz, Timm Gruber und Michael Ritz. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit Kultopf und Kunst-Café und ist am Samstag, 14. April, um 20 Uhr im Capitol in Sulzbach Rosenberg zu sehen. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es für 12 Euro bei allen NT-Ticket-Vorverkaufsstellen, in der Buchhandlung Volkert, über 0961/8 55 50 oder www.nt-ticket.de. An der Abendkasse werden sie 14 Euro kosten.

Zum Inhalt heißt es in einer Pressemitteilung: "Kompromisslos zieht der Handelsvertreter Leopold sein Ding durch. Er macht, was er will; behandelt den jungen Franz, mit dem er zusammen lebt, nach Lust und Laune, ebenso seine ehemalige Geliebte Vera. Da kommt ihm Anna, die Freundin von Franz, gerade recht. Mit allen treibt er sein Spiel, und die anderen spielen mit. Macht und Ohnmacht, Liebe und deren Missbrauch liegen hauchdünn aneinander. Ein Spiel, das unter die Haut geht."
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