20.08.2017 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Vernissage Gruppe 81 Zeichenkunst bereichert die Woizkirwa

Es gibt wieder Kunst zu bestaunen in der Stadt. Die Gruppe 81 startet eine neue Ausstellung mit dem Thema "Zeichnungen". Bei der Vernissage waren aller Augen nicht gleich auf die neuen Kunstwerke gerichtet, sondern zunächst einmal nach oben zum Himmel.

Verschmitzt lächelnd schaut das Woizkirwa-Urgestein Wolf Winter auf die Zeichner der Gruppe 81 (von links) Roman Friedrich, Bernhard Müller und Hans Wuttig. Bild: hka
von Helga KammProfil

"Zwiefach feiern" kann man heuer bei der Woizkirwa, meinte Bürgermeister Michael Göth. Denn während die Gruppe 81 in den vergangenen Jahren immer nur das Altstadtfest mit einer Ausstellung bereicherte, meldet sie sich heuer auch bei der Woizkirwa zu Wort.

Göth und sein Stellvertreter Günter Koller betonten bei der Vernissage in der Galerie der Gruppe 81 den hohen Stellenwert der Kultur in der Stadt. Sie wünschten, dass möglichst viele Besucher der Woizkirwa auch den Weg in die Frühlingsstraße finden. Die Galerie ist an diesem Wochenende am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 16 Uhr geöffnet oder nach telefonischer Vereinbarung unter 09666/13 94 15.

Sorgenvolle Blicke zum Himmel gingen der Ausstellungseröffnung voraus. Und fast pünktlich um 19 Uhr brach der Hagelsturm über die Stadt herein, ließ den Bürgermeister besorgt zu seinem Auto eilen, seinen Vize nach einem kurzen Sprint patschnass ankommen und Regenwasser durch den Flur in Richtung Galerie laufen. Aber schnell war der Spuk auch wieder vorbei, die Aufmerksamkeit galt den Bildern, und Bernhard Müller konnte die Ausstellung eröffnen.

Vier Künstler sind es diesmal, die bis zum 16. September ihre Zeichnungen präsentieren. Uschi Brauner, Roman Friedrich, Bernhard Müller und Hans Wuttig zeigen Porträts, Landschaften, surrealistische und abstrakte Bilder, die mit Bleistift, Kugelschreiber und Tusche gezeichnet sind, zum Teil auch laviert, also mit feuchten Farben überzogen.

Landsknecht-Szene

Der Themenkreis ist weit gespannt. Roman Friedrich hat Rembrandt porträtiert, zeigt eine Landsknecht-Szene aus damaliger Zeit, aber auch Steinformationen aus der Bretagne oder Landschaften, in denen die Gesichter alter Menschen zu erkennen sind.

Hans Wuttig hat mit Kugelschreiber die Welt und die Zeit Richard Wagners festgehalten, eingebettet in die Geschichte der Stadt Bayreuth. In Zeichnungen über die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, Vietnamkrieg, Griechenland-Pleite oder MH-Konkurs hat er schlimme Ereignisse unserer Zeit festgehalten.

Ruhe und Heimatliebe

Uschi Brauner - sie konnte bei der Vernissage nicht dabei sein - hat heimische Landschaften, Gehöfte und Tiere gezeichnet, Bilder, die Ruhe und Heimatliebe ausstrahlen. Und Bernhard Müller schließlich spannt einen weiten Bogen vom Moriskentänzer über Gesichter der Neuen Deutschen Welle und jungen Mädchen mit blinden Augen bis hin zum Porträt vom Winter-Wolf, dem Urgestein des Heimat- und Trachtenvereins, mit dem sich der Kreis schließt zur bevorstehenden Woiz-Kirwa.

Wenn - wetterbedingt - der Kreis der Vernissage-Besucher auch klein war, die Stimmung war gut und die Hoffnung groß, dass auch diese Ausstellung ihr zahlreiches Publikum finden wird.

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