Weihnachtskonzert der Städtischen Sing- und Musikschule
Gelungener Einstand der Oboe

Das SMS-Jugendorchester begrüßte auch Ehemalige wie Flötist Lukas Wagner (hinten, stehend) als Solisten.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
13.12.2016
71
0

Am dritten Advent packte die Städtische Sing- und Musikschule (SMS) die Instrumente zusammen und begab sich in der Christuskirche auf den Weg nach Bethlehem. Als literarischer Reiseführer begleitete Dieter Radl die wahre Heerschar an Musikern, die alle räumlichen Möglichkeiten des Gotteshauses ausschöpfte.

Da die SMS mittlerweile in vielen Fachbereichen bemerkenswert belegt ist, verzichtete sie an diesem Traditionsnachmittag auf allzu viel Gemischtes und setzte stattdessen auf instrumentengleichen Ensembleklang.

Das auffallend starke Bläserkontingent führten die Querflöten an, die vom Duett bis zum Sextett Klassisches und Weihnachtliches im Programm hatten. Auch die verwandte Traversflöte führt an der SMS kein Solistendasein mehr, wie Adagio und Allegro aus einem Concerto für fünf Traversflöten bewiesen. Zu zweit und zu viert überraschten die Fagottisten die Reisegruppe mit sonorem Wohlklang, dem das Festlich-Getragene von Haus aus gegeben ist.

Eine gelungene Premiere feierte darüber hinaus die erst im Herbst an der SMS eingeführte Oboe, die in den Händen von Luzia Knott zusammen mit Sopranistin Elisa Prösl und Pianistin Gabriele Werner Vivaldis "Domine Deus" Seele einhauchte. Gut mit dem Geist des Advents harmonierte auch die "Junge Sulzbach Hofmusik", die von der Empore aus mit Madeleine Siegert am Cembalo im Altarraum interagierte.

Dass Streichen und Zupfen selbstverständlich immer noch zu den Kernkompetenzen der SMS zählt, unterstrich das Celloensemble mit getragener Harmonie. Katrina Heckmann präsentierte ihr Können an der Seite ihres Geigenlehrers Richard Hubert, der wiederum sein Geigenensemble auf flottem Kurs hielt. Auf feinen, leisen Sohlen unterwegs waren die sechs Gitarristen "Unterwegs im Elfenland".

Für die unverzichtbare, vorweihnachtliche Pracht zeichnete das Orchester-Tutti unter Leitung von Richard Hubert verantwortlich. Solistische Glanzlichter dazu setzten Johannes Pickelmann (Orgel), Lukas Wagner (Querflöte), Franziska Rosemann, Ronja Rosemann, Eva Langer und Anja Pilhofer (alle Violine).

Und Reiseführer Dieter Radl? Begeisterte mit seiner ureigenen Version der Weihnachtsgeschichte, der er einige Überlegungen voranstellte, wie viel schöner es Jesus doch als Kind der Oberpfalz gehabt hätte. Da traf es sich perfekt, dass Vikar Stefan Fischer schon bei der Begrüßung den "gottgleichen wunderschönen Oberpfälzer Dialekt" gepriesen hatte. Das abschließende "O du Fröhliche" blieb dennoch in seiner hochdeutschen Fassung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.