Aber Abholmöglichkeit kaum noch genutzt
Sperrmüllberge wachsen

Seit der Sperrmüll in den Wertstoffhöfen abgegeben werden kann, wächst die anfallende Menge kontinuierlich an. Im Jahr 2012 waren es im Landkreis mehr als 43 Kilogramm pro Kopf. Archivbild: Hartl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.04.2013
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Die Sperrmüllsammlung ist der Renner im Landkreis. Seit Mai 2010 wird Sperrmüll nicht mehr regelmäßig abgeholt, sondern kann in den Wertstoffhöfen abgeliefert werden. Dadurch wuchs die abgegebene Menge von 2009 bis 2012 um annähernd 90 Prozent - von 2400 auf 4530 Tonnen.

Die Zahlen stellte Robert Graf, der Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft, am Montag im Umweltausschuss vor, der im Fürstensaal des Klosters Ensdorf tagte. Pro Landkreisbürger stieg die Sperrmüllmenge in diesem Zeitraum von etwa 23 auf über 43 Kilogramm an. "Die Bürger investieren derzeit viel in ihre häusliche Umgebung", bot Landrat Richard Reisinger als Erklärung für die auch heuer nicht nachlassende Sperrmüllflut an.

Ob denn durch die Eigenanlieferung die Kosten für den Landkreis gesunken sind, wollte Kreisrat Werner Cermak wissen. Das bejahte Robert Graf, der ergänzte, dass auch die Trennung in Altholz, sonstigen brennbaren Sperrmüll und Kunststoffabfälle einen Kosteneffekt habe. Denn für das Holz oder den Kunststoff könne der Landkreis wieder Geld verlangen.

Während sich auf den Wertstoffhöfen die Sperrmüllberge auftürmen, fällt die Anzahl der Sperrmüllschecks immer weiter. Im Jahr 2012 gab es nur noch 1360 dieser Anmeldungen im Landratsamt, nach denen der Sperrmüll - auch in größeren Mengen - gegen eine Gebühr abgeholt wird. Das sind 600 weniger als 2011. Im Jahr 2009, also vor der Umstellung, hatte es noch 7083 Anmeldungen gegeben.

An Abfall und Wertstoffen zusammen verzeichnete Graf für 2012 eine Menge von 460 Kilogramm pro Einwohner. Die Wertstoffe blieben mit 248 Kilogramm auf dem Niveau des Vorjahres. Größte Einzelposten hier: Grün- und Gartenabfälle (107) sowie Altpapier (74). Die Abfallmenge (Restmüll) stieg leicht auf 208 Kilogramm an. Dabei dominierten Hausmüll (118) und Gewerbemüll (74).
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