28.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

AOVE stellt Leerstandsmanagement-Projekt grenzüberschreitender Besucherdelegation vor Wenn Demografie zu nagen beginnt

Nicht nur wegen der von ihr besetzten Themenbereiche "Alt werden zu Hause" und "Erneuerbare Energien" ist die AOVE oft Ziel von Exkursionen. Auch das Projekt "Leerstandsmanagement und Innenentwicklung" führt immer wieder Besuchergruppen in die Region. Jüngst informierte sich eine tschechische Delegation aus Konstantinsbad über dieses Aktionsfeld.

Sehr interessiert zeigte sich die 20-köpfige Besuchergruppe aus Tschechien und von der Nordoberpfälzer Steinwald-Allianz von der inzwischen renovierten Wutschdorfer "Malzmühle", die nun für Tagungen und Feste genutzt wird. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Auch die Nachbarn sind im Zuge eines grenzüberschreitenden Projektes in Kooperation mit dem in Erbendorf ansässigen Zweckverband Steinwald-Allianz auf der Suche nach Lösungsansätzen, um den Auswirkungen des demografischen Wandels nicht tatenlos zuzusehen. Freudenbergs Bürgermeister Alwin Märkl, AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer und "Kümmerer" Alfred Schwarz stellten der 20-köpfigen Besucherdelegation ihre einschlägigen Aktivitäten vor.

Einfache Datenerhebung

Beeindruckt zeigte sich die deutsch-tschechische Gruppe von dem relativ geringen Arbeitsaufwand, der über Abfrageverfahren von Einwohnermelde- und Bauamtsdaten, die über das Intranet des Landratsamtes möglich sind, eine aufschlussreiche Darstellung vorhandenen und des potenziellen Gebäude- und Flächenleerstandes ermöglicht. Neben dieser Bestandsaufnahme stellte Lobenhofer auch die sogenannte Leerstandsbörse der AOVE-Kommunen vor. Sie sei zudem jederzeit unkompliziert auf den gesamten Landkreis ausdehnbar. Auf dieser Internetplattform können Leerstände kostenlos dar- und Gesuche eingestellt werden.

Im Anschluss an diese Einführung präsentierte Freudenbergs Bürgermeister den Wandel des ehemaligen First-Class-Hotels "Hammermühle", das durch jahrelanges Missmanagement zugrunde gewirtschaftet wurde, zu einem modernen Gemeindezentrum.

Zwei Musterbeispiele

Als "nicht einfach", beschrieb Märkl gegenüber den Besuchern diesen Weg. Die nun ehemalige "Hammermühle" ist jetzt Sitz der Gemeindeverwaltung. Bis dahin hätten aber "einige politische Hürden" überwunden werden müssen. Ein weiteres Beispiel, ein leerstehendes Gebäude einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, stellten Alfred Schwarz und Cornelia Hager von Nagler & Company vor. Der Schnaittenbacher Beratungsunternehmer Dr. Martin Nagler erwarb die ehemalige "Malzmühle" in Wutschdorf - ein Anwesen, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1717 zurückdatieren -, um es zu hochwertigen Appartements, Tagungsräumen und einer "Mühlenstube" für bis zu 50 Personen umzubauen.

Die Exkursionsteilnehmer zeigten sich beeindruckt und gingen in Details zum Denkmalschutzes, Bauausführung und nicht zuletzt zur Finanzierung derartiger Projekte.

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