09.11.2004 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Austauschschüler aus Island beenden Besuch am HCA-Gymnasium - Hoffen auf Wiedersehen "Heiße Quellen" der Gemeinsamkeit

Es klang deutlich nach hohem Norden, als mit isländischen Volksliedern und keltischer Musik die zwanzig Austauschschülerinnen und -schüler aus Island ihren Freunden vom HCA-Gymnasium "Lebewohl" sagten. Ihr Besuch ging am Samstag zu Ende.

von Helga KammProfil

Vor Lehrern, Schülern und Eltern erzählten Worte, Bilder und Musik, von den Begegnungen dieses Jahres, als im Septenber 2004 zunächst zwanzig junge Leute von der Sulzbach-Rosenberger Schule im isländischen Langarvatn zu Gast waren und vom Gegenbesuch, der am Samstag zu Ende ging.

Gemeinsame Arbeit

Der Austausch der 17- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler diente aber nicht nur dem Kennenlernen von Land und Leuten und dem Vergnügen, sondern es wurde auch eine gemeinsame Arbeit angefertigt - die Voraussetzung für Fördermittel der EU aus dem Fremdsprachenprojekt "Comenius 1".

Das Thema dieser Arbeit lautete "Tourismus und Natur - Umwelt im Bewusstsein des Menschen". Dabei haben Deutsche und Isländer in gemischten Gruppen verschiedene Aspekte des Tourismus aufgezeigt, z.B. bei der Nutzung von heißen Quellen. Exkursionen zu Geysiren in Island, ins deutsche Bad Füssing und in den Bayerischen Wald ergänzten und untermauerten diese Arbeit.

Entstanden ist der Schüleraustausch des HCA-Gymnasiums mit Menntaskolinn in Langarvatn im Jahr 1996, durch Kontakte des Schulleiters Oberstudiendirektor Dr. Günter Görz und seines damaligen Stellvertreters Walter Brunner, der auch Projektleiter der ersten beiden Begegnungen 1996 und 2000 war.

Beim diesjährigen Treffen hatte diese Aufgabe Lehramtsassessor Markus Dirscherl inne, die isländischen Gäste betreute ihr Lehrer Hilmar Bragason. Beide zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Begegnungen und äußerten die Hoffnung, dass der Schüleraustausch auch zukünftig fortgesetzt werden könne.

Dank für Aufnahme

In den Dank der Schüler an ihre Lehrer wurde auch Walter Brunner, der jetzige Chef des Erasmus-Gymnasiums in Amberg, mit einbezogen. Er sprach vor allem den Familien der Schülerinnen und Schüler des HCA-Gymnasiums Anerkennung und Dank aus, die zwei Wochen lang einen isländischen Gast aufgenommen hatten.

Die jungen Deutschen, so war zu hören, hätten in die Sprache Islands ein wenig hinein geschnuppert, bei den Isländern ist Deutsch die dritte Fremdsprache - gesprochen aber wurde an diesem deutsch-isländischen Abend überwiegend Englisch, vom stellvertretenden Schulleiter, Studiendirekor Seidl, den Lehrkräften und auch den jungen Moderatoren Simon und David, die u.a. Lichtbilder von den Highlights der Begegnungen in diesem Jahr kommentierten.

Isländische Volksmusik

Die gemischte Band brachte isländische Volksmusik zu Gehör und Lieder aus dem hohen Norden, drei Schülerinnen des Gymnasiums tanzten nach dem Rhythmus von "Big spender" und Studiendirektor Seidl begleitete seine walisische Ehefrau, die ein Lied aus ihrer Heimat sang.

Schautafeln mit Fotos, Informationen und Erinnerungen an die verschiedenen Unternehmungen sowie belegte Brötchen und Getränke rundeten den Abend und die Begegnung ab.

Den Samstag verbrachten die jungen Isländer in Nürnberg, die Nacht in der Jugendherberge auf der dortigen Burg. Am Sonntag dann sagten sie Deutschland Lebewohl und flogen zurück in ihr "Iceland".

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