Bei Aktion im Kettelerhaus lassen sich 300 Personen für Deutsche Knochenmarkspender-Datei ...
Neue Hoffnung für viele Erkrankte

1. Bürgermeister Michael Göth und Landrat Richard Reisinger überzeugten sich als Schirmherren unter anderem von der Arbeit des Blutabnehmers Peter Bublitz. Gerda Schommer lobte dabei die Arbeit aller Aktiven.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.04.2013
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Als Solidaritätsaktion par excellence entpuppte sich die Typisierung für die Deutsche Knochenmarkspender-Datei am Sonntag im Kettelerhaus. Dabei war die Freude über 300 neue potenzielle Lebensretter bei den Verantwortlichen riesengroß. Außerdem zeigte sich die breitangelegte Bereitschaft vieler Helfer, die sich vorbildlich bei der Aktion einbrachten und so Beispiel für eine bestens funktionierende Gemeinschaft gaben.

Ursprünglich für die an Akuter lymphatischer Leukämie erkrankte Irmi Hausmann geplant, setzte eine Gemeinschaft aus Freunden, Pfarrei Herz Jesu Rosenberg und Familie eine Typisierungsaktion in die Tat um. Sie diente der Gewinnung von neuen Stammzellenspendern für die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS).

Chancen verbessern

Für die 51-jährige Unterschwaigerin konnte vor kurzem ein Spender gefunden werden, aber man setzte die ungemein wichtige Aktion trotzdem mit viel Eifer um. Denn auch bei einer erfolgreichen Stammzellenübertragung können immer Komplikationen auftreten, die einen anderen Spender notwendig machen. Außerdem steigert die Zahl an Typisierten die Überlebenschance unzähliger Leukämiepatienten.

Andererseits musste im Vorfeld und am Sonntag im Kettelerhaus auch das Spendenkonto gefüllt werden, um die Typisierungen, die im Labor mit jeweils 50 Euro zu Buche schlagen, erst möglich zu machen. So gingen viele große und kleine Spenden von privat und Firmen ein, mit denen die Solidarität mit den schwererkrankten Menschen unterstrichen wurde.

Spenden fließen

Es würde zu weit führen, alle Spender, von denen jeder einzelne ungemein wichtig ist, an dieser Stelle zu nennen. Stellvertretend für die große Menge seien dies der Lions-Club, das Rohrwerk Maxhütte, die Firma Kurz Prägefolien, Raiffeisenbank und Sparkasse, die sich durch stattliche Beträge der guten Sache annahmen.

Auch am Aktionstag selbst fütterten die Typisierten und viele andere Unterstützer das Sparschwein der DKMS mit knapp 4400 Euro. Rechnet man die bereits auf das Hilfskonto "Stichwort: Irmi" hinzu, beläuft sich die Summe nun auf stattliche 18 750 Euro. Damit kann die DKMS 375 Blutproben typisieren lassen. Die Aktion im Kettelerhaus mit 300 Blutproben ist also vollständig bezahlt.

Andrea Gawellek von der DKMS sowie Gerda Schommer und Marco Kind von der Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach als ehrenamtliche DKMS-Helfer waren überglücklich über die Aktion. "Es ist schön, Menschen an der Seite zu haben, die so engagiert zu Werke gehen. Die Leute waren klasse, alles hat gepasst", lobte Schommer den großen Einsatzwillen der Helfer, die auch schon im Vorfeld enorm viel bei der Werbung für die Veranstaltung leisteten.
Auch Bürgermeister Michael Göth und Landrat Richard Reisinger waren angetan von der guten Organisation der Veranstaltung. Sie unterstrichen den hohen Stellenwert der Typisierungen, mit denen Leben gerettet und großes Leid vermieden werden kann. Deshalb galt ihr Lob auch den 300 Personen, die sich am Sonntag je fünf Milliliter Blut abnehmen ließen und so 300 neue Chancen auf Leben bieten.

Diesen Aussagen schloss sich Pfarrer Saju Thomas als Hausherr vollinhaltlich an und zeigte sich tief beeindruckt von der gelebten Gemeinschaft, die weit über die Pfarrei Herz Jesu hinausstrahle. (Zum Thema)
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