Bereichsversammlung des Eigenheimerverbands Bayern in Großenfalz
Energie und Wasser im Fokus

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.04.2013
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Die Interessenvertretung der Eigenheimer sieht nach wie vor ein großes Betätigungsfeld in Gesellschaft und Politik. Wie in einer Sternfahrt waren die Delegierten der Ortsvereine aus den drei Bezirken in den Wagnersaal nach Großenfalz gekommen.

Zu der Bereichsversammlung alle zwei Jahre hieß sie Schatzmeister Walter Einweck vom Landesverband willkommen. Auch Landrat Richard Reisinger, selbst Mitglied, betonte die Bedeutung des Verbands und stellte die eigenen Fachbehörden an die Seite der Eigenheimer.

Berichte des Vorstands

Als großen Dienst nannte er die geschaffenen 28 Wertstoffhöfe zur Abgabe von wiederverwertbarem Abfall. Bürgermeister Michael Göth sah zutreffend die Herzogstadt im Zentrum der drei Bereiche und stellte die Kommune kurz vor. Dank galt den Siedlervereinen für die gesellschaftliche Aufgabe, die Städte lebenswert mitzugestalten.

Die Landesvorstandsmitglieder berichteten über ihre Aktivitäten. So sprach "Hausherr" Siegfried Kleinert die Betreuung von zehn Vereinen der mittleren Oberpfalz an und wies auf die Vorteile wie Versicherungs- und Rechtsschutz hin. Max Michl betreute elf Vereine aus Oberfranken mit Schwerpunkt Hof. Für den Bereich Regensburg mit sieben Vereinen ist Josef Mös zuständig, wo Beratungen für Modernisierung des Altbestandes gefragt waren. Die oberfränkischen Städte Bamberg, Bayreuth und Coburg betreute Georg Ramming mit Besuchen und Beratungen.
Die Neuwahlen ergaben die Bestätigung für Siegfried Kleinert, Josef Mös und Georg Ramming. Für den Bereich Oberfranken stellte sich Wolfgang Kellner aus Waldershof vor und wurde gewählt.

Die Amtsniederlegung von Erwin Lorenz kam für Josef Mös zu überraschend, um jemanden benennen zu können. Er schlug vor, dies zurückzustellen und das fünfte Vorstandsmitglied durch den Landesvorstand berufen zu lassen; dies wurde so akzeptiert.

Gegen EU-Wasserrichtlinie

Ein heißes Eisen sind die Pläne der Europäischen Union, den Markt für Wasserrechte zu öffnen. Die Privatisierung stößt auf starken Widerstand der Eigenheimer, deren Landesverband eine entsprechende Resolution vorbereitet hat. Zur fachlichen Beratung referierte Daniel Rasch von der Sparkasse Bayreuth über den ab 1. Februar 2014 geltenden europäischen Zahlungverkehr für 32 Länder. Hier ist bei den Vereinen vor allem das Beitragseinzugsverfahren betroffen.

Dauerthema Energie

Ebenso ein Dauerbrenner ist die Energiewende mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und auch Risiken. Professor Dr. Rolf Wilhelm stellte die umfangreiche Datendarstellung unter das Motto "Energiewende - mit bösem Ende?". Photovoltaikanlagen (PV) seien mit dem Manko der fehlenden Speicherung behaftet. Das Phänomen der steigenden Strompreise trotz Überproduktion erläuterte er verständlich wegen der Bestimmungen des EEG.

Die Speicherung in Batterien sei nur zum Privatverbrauch machbar und rentabel, wenn man PV-Anlagen betreibe und den größeren Teil (60 - 70 Prozent) ins Netz einspeise. Letztlich sei zu empfehlen, soweit wie möglich an der Energie zu sparen (kleinere Pkw, Tempolimits, mehr öffentlicher Nahverkehr, Elektroautos, Dämmung der Häuser). Das Potenzial werde hier bis 50 Prozent reichen.
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