Dekanatssynode des evangelischen Dekanatsbezirks Sulzbach-Rosenberg - Wahlen im Mittelpunkt
"Wunderschöner Garten Gottes"

Dekan Karlhermann Schötz (rechts) führte zusammen mit Pfarrer Dr. Reinhard Böttcher und Pfarrer Konrad Schornbaum Pfarrer Roland Böhmländer (Amberg Paulanerkirche) (Zweiter von links) als Diakoniebeauftragten des Dekanats ein. Bilder: cog (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.04.2013
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Vor einem halben Jahr wurden in allen evangelischen Gemeinden in Bayern neue Kirchenvorstände gewählt. Aus ihren Reihen bestimmten sie die Vertreter, die die Gemeinde in der Dekanatssynode repräsentieren. Jetzt traf sich die Synode des evangelischen Dekanatsbezirks zum ersten Mal.

Im Eröffnungsgottesdienst bezeichnete Dekan Karlhermann Schötz das Dekanat als einen wunderschönen Garten Gottes. Ein Garten sei ein Ort, wo alles wächst, wo die Schöpferkraft Gottes zu sehen und zu riechen ist. "Solche Orte sind auch unsere Kirchengemeinden und unsere Gottesdienste", stellte der Prediger fest.

Aufgaben beschrieben

Die Gärten der Kirchengemeinden seien Teil eines Regionsgartens der Nachbargemeinden und Teil eines Dekanatsgartens. "Da gibt es viele verschiedene Beete, aber die Sorge um so manche kleine Pflanze hier und dort ist Aufgabe des Dekanatsausschusses und der Dekanatssynode", beschrieb Schötz die Aufgaben der Synode.

Im Gottesdienst wurde Pfarrer Roland Böhmländer (Amberg Paulanerkirche) als Diakoniebeauftragter des Dekanats eingeführt. Er sagte: "Kirche wird oft nur noch der diakonischen Arbeiten wegen geschätzt. Aber Wort und Tat gehören zusammen. Ein Glaube ohne tätige Liebe ist tot." Böhmländer ist zugleich Senior des Dekanats, also Vertrauenspfarrer. Zusammen mit Seniorin Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius (Rieden) führte Dekan Schötz ihn vor der Gemeinde in sein Amt ein.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Synodalen im Gemeindesaal unter der Christuskirche. Wichtigste Tagesordnungspunkte waren Wahlen. Wie Dekan Schötz erläuterte, stehen der Synode drei gleichberechtigte Präsiden vor, einer ist von Amts wegen der Dekan. Die Synodalen wählten Hans-Peter Pickel (Sulzbach-Rosenberg Christuskirche) und Dorothea Seitz-Dobler (Schwandorf) in das Präsidium. Als Schriftführer wählte die Versammlung Pfarrer Dr. Roland Kurz (Sulzbach-Rosenberg Christuskirche), zu seiner Stellvertreterin Kerstin Schatz.

Der Dekanatsausschuss, führte Schötz aus, habe geistliche, kirchliche, aber auch Verwaltungsaufgaben. Bisher sei die Arbeit des Ausschusses sehr stark von Vertrauen geprägt gewesen. Die Mitglieder hätten in diesem wichtigen Entwicklungs- und Begleitungsgremium für das Dekanat den Blick für das Ganze gehabt und nicht nur die Interessen der eigenen Gemeinde vertreten.

Große Mehrheit

Das Gesetz lege fest, dass der Dekan, der stellvertretende Dekan, hier Pfarrer Andreas Utzat (Fürnried), sowie die Synodenpräsiden geborene Mitglieder des Dekanatsausschusses seien. Die Synode habe noch je vier ordinierte und nichtordinierte Mitglieder zu wählen. Mit großer Mehrheit wählten die Synodalen Pfarrer Dr. Kurz, Pfarrer Arne Langbein (Schwandorf), Pfarrerin Anja Matthalm (Neukirchen) und Pfarrerin Schwalbe-Eberius.
Nachrücker wurden Pfarrer Dr. Johannes Blohm (Amberg Erlöserkirche) und Pfarrer Thomas Schertel (Illschwang). Rudolf Gruber (Edelsfeld), Karl Georg Haubelt (Schwarzenfeld), Erich Pickelmann (Eschenfelden) und Kerstin Schatz (Amberg Paulaner) wurden als Nichtordinierte in den Dekanatsausschuss gewählt, Nachrückerin ist Gabriele Müller (Christuskirche).

Militärpfarrer Gunther Nagel, der seinen Dienstsitz bisher in Amberg und ab September in Kümmersbruck hat, stellte sich der Synode vor, danach Raphael Henkel. Henkel ist als Fundraisingmanager für die beiden Dekanate Sulzbach-Rosenberg und Weiden tätig. Seine Stelle wird hälftig von der Landeskirche gefördert.

Neue Frauenbeauftragte

Auch Gabriele Müller, die neue Dekanatsfrauenbeauftragte, konnten die Synodalen kennenlernen. Ihr sei wichtig, dass Frauen im Dekanat wahrgenommen werden und ihre Leistung nicht unter den Scheffel stellen. "Wir können nicht nur Kuchen backen und verkaufen, wir können auch Bauausschuss und Finanzausschuss", sagte Müller. Bisher ist sie allein, es soll aber eigentlich drei Dekanatsfrauenbeauftragte und zwei Vertreterinnen geben. Müller rief deshalb die Frauen auf, sich mit ihr zusammen zu engagieren.

Pfarrer Dr. Kurz berichte über die Fahrt einer Oberpfälzer Delegation zum tschechischen Partnerdekanat, Pfarrer Milton Jandrey informierte über die Partnerschaft mit Brasilien. Haubelt gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Landessynode, die sich zuletzt mit dem Schwerpunktthema "Gottesdienst" beschäftigt hatte.
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