14.01.2004 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Die DLRG warnt vor Gefahren auf zugefrorenen Seen und Flüssen Nicht gleich rauf aufs Eis

Vergangene Woche gab's noch Schnee, zwischendurch ist es frostig kalt; dazu gesellte sich in den vergangenen Tagen aber auch immer wieder Regen: Eine gefährliche Mixtur für Wintersportler, die sich von zugefrorenen Seen oder Flüssen angezogen fühlen. Deshalb empfiehlt die DLRG, mit dem Schlittschuhlaufen oder einem Eisspaziergang besonders vorsichtig zu sein.

von Heike Unger Kontakt Profil

Vorsicht ist das oberste Gebot, so der Appell der DLRG: "Wagen Sie sich nicht gleich an den ersten Frosttagen aufs Eis. Die Spezialisten der größten Wasserrettungsorganisation raten: "Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte die Eisdicke mindestens 15, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter betragen." Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine aufs Eis wagen und sich vorher über den Zustand des Eises informieren.

Dunkle Stellen im Eis verraten: hier ist es zu dünn, es besteht Einbruchsgefahr. Wenn es knistert und knackt, so der Rat der DLRG, "am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen, und in Bauchlage das Ufer zu erreichen". Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Höchstgefährlich seien zugefrorene Flüsse oder Bäche. "Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich vorher nach geeigneten Rettungsmitteln, zum Beispiel Stangen oder Ästen umsehen und diese an einem sicheren Platz gut sichtbar bereit legen."

Im Notfall ist schnelle Hilfe nötig, denn der Verunglückte droht zu unterkühlen. Helfer sollten bei der Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten und sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern. Anschließend sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

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