Digitalfunk: Landkreis bei erweitertem Probebetrieb dabei
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Die alte Funktechnik ist 50 Jahre alt und nicht mehr ausbaufähig. Das neue Tetra-Netz schon, und es ist zukunftsfähig.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.04.2013
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Weiteres Licht in das Kostendunkel rund um die Einführung des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) brachte im Kreistag Bernd Lödel, der der Projektgruppe "DigiNet" des bayerischen Innenministeriums angehört. So ganz schlau sind jetzt aber die Gemeinden immer noch nicht, welche Summen sie in den Haushalt 2014 einstellen müssen, wenn sie am "erweiterten Probebetrieb" teilnehmen.

Lödel berichtete, dass derzeit ein Handfunk-Endgerät rund 900 Euro koste. 80 Prozent davon würden gefördert. Bei Anschaffung größerer Mengen - etwa auf Ebene eines Rettungsdienstbereichs - komme das Gerät auf 600 bis 650 Euro. Eine regionale Projektgruppe ermittle zurzeit, wie viele Endgeräte man im Landkreis mit seinen 116 Feuerwehren braucht, und kümmere sich auch um die Einbaupreise. Christian Luber, im Landratsamt für den Katastrophenschutz zuständig, ergänzte, dass die Gemeinden auch die Mittel für Schulungsmaßnahmen tragen.

Das analoge Netz werde zunächst weiterlaufen, erläuterte Lödel, denn das digitale werde nicht sofort überall funktionieren. Erst wenn es flächendeckend sei, könne man auf das analoge verzichten. Der "erweiterte Probebetrieb" würde genutzt, um im neuen Netz nachzubessern. Der Kreistag beschloss gegen sechs Stimmen, mit seinen Führungskräften am Probebetrieb teilzunehmen. Laut Kreisbrandrat Fredi Weiß könnte es reichen, wenn dafür wie in Mittelfranken bei den Feuerwehren nur die Mehrzweckfahrzeuge umgerüstet werden. Die Gemeinden sind durch den Beschluss des Kreistags nicht zur Teilnahme verpflichtet. "Wir empfehlen es ihnen aber im Eigeninteresse", sagte Christian Luber. Sonst würden Schwachstellen möglicherweise erst mit Verspätung festgestellt.
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