13.08.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Ernennungsfeier des 28. Ausbildungsseminars der VII. Abteilung der Bereitschaftspolizei Erst das Zeugnis, dann der Einsatz

Für 131 erfolgreich ausgebildete Nachwuchspolizisten beginnt schon bald der Ernst des Berufslebens. Bei einem Festakt durften sie vor über 600 Gästen ihre Abschlusszeugnisse und Ernennungsurkunden zum Polizeimeister in der Max-Reger-Halle in Weiden in Empfang nehmen.

Über die starken Leistungen freuten sich (von links) Seminarleiter Wilhelm Schinner, Abteilungsführer Josef Strobl, die Beamten in Ausbildung mit den drei besten Prüfungsergebnissen Olga Blehm, Tom Schulze und Roland Ziegaus sowie Polizeipräsident Wolfgang Sommer. Bild: Eckert
von Redaktion OnetzProfil

Aus den Händen des Präsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Wolfgang Sommer, erhielten sie - begrüßt durch den stellvertretenden Seminarleiter des 28. Ausbildungsseminars, Polizeihauptkommissar Kurt Guggenberger, - ihre Prüfungszeugnisse und Ernennungsurkunden.

Als fertig ausgebildete Polizeibeamte werden sie ab 1. September ihren Dienst in den Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei antreten.

Sommer gab den jungen Ordnungshütern mit auf den Weg, dass der Polizeiberuf ein Erfahrungsberuf sei und es trotz der gelernten Gesetzestexte auch auf ein freundliches Auftreten im Umgang mit dem Bürger ankomme. Ein Polizist müsse soziale Kompetenz mitbringen und sich seiner Stellung bewusst sein. Auch wenn in der Ausbildung sehr großer Wert auf die Persönlichkeitsbildung gelegt werde, gehe das Lernen immer weiter. "Neben Engagement und Einfühlungsvermögen für den Bürger ist bei manchen Einsätzen auch Leidensfähigkeit gefordert", unterstrich der Präsident.

Auch Jens Meyer, 2. Bürgermeister der Stadt Weiden und selbst Kripo-Beamter, sowie 2. Bürgermeister Günter Koller aus der Herzogstadt gratulierten den jungen Polizeimeistern zu ihrer erfolgreich absolvierten Ausbildung. Sie waren voll des Lobes und betonten auch die Wichtigkeit des Standortes für die Region. Emotional zeigte sich der Personalratsvorsitzende, Polizeihauptkommissar Manfred Butz. Er betonte, wie wichtig die Unterstützung von nahestehenden Personen zu einem erfolgreichen Polizistendasein ist. Gewissenskonflikte, die im Alltag nicht ausbleiben, können so viel leichter verarbeitet werden. Sein Dank galt insbesondere den drei Seminarsprechern des 28. Ausbildungsseminars, die im Personalrat mitgewirkt haben.

Viele Anforderungen

Seminarleiter Erster Polizeihauptkommissar Wilhelm Schinner richtete seinen Blick auf die vergangenen zweieinhalb Jahre. Er hob heraus, welche Anforderungen gestellt wurden, unter anderem wie wichtig Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin waren, um sich in einer Gemeinschaftsunterkunft mit vielen anderen jungen Menschen, die alle das gleiche Ziel verfolgten, zurechtzufinden.

Freude und Herz

Mit auf den Weg gab er seinen jungen Kollegen: "Gehen Sie mit Freude an Ihre neue Aufgabe und tragen Sie Ihr Herz an der richtigen Stelle - behalten Sie Ihre positive Grundeinstellung zu Ihrem Beruf!" Auch Seminarsprecherin, Polizeioberwachtmeisterin Olga Blehm, ließ die Zeit der Ausbildung mit verschiedenen Einsätzen noch einmal Revue passieren. Doch die größten Erfahrungen sammelten der Polizei-Nachwuchs beim sehr belastenden und kräftezehrenden Hochwassereinsatz in Passau und Deggendorf im vergangenen Jahr.

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