04.09.2014 - 00:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Georg Schaller als Schaustollen-Führer nach 18 Jahren Ehrenamt verabschiedet Mit dem Bergbau eng verbunden

Vor Ort, wie es in der Bergmannssprache heißt, übergaben Knappen-Vorsitzender Armin Kraus (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Georg Rubenbauer (rechts) im Schaustollen "Max" ein Geschenk an Georg Schaller (Zweiter von links) für seine 18-jährige Tätigkeit als Stollenführer. Kollege Josef Rieder (links) gratulierte. Bild: ksa
von Andreas Royer Kontakt Profil

Der "Schaumrolln-Girgl" wie er untertage mit Spitznamen hieß, war Bergmann mit Leib und Seele. 23 Jahre arbeitete Georg Schaller untertage in den Gruben Karoline (Klenze-Schacht), St. Anna und Eichelberg als Schießhauer. Dabei war er im Umgang mit Sprengstoff vertraut, galt als extrem zuverlässig.

Auch nach der Schließung der Schächte ließ ihn der Bergbau nicht los. Er engagierte sich tatkräftig beim Bergknappenverein, arbeitet seit vielen Jahren im Vorstand mit. Ganze 18 Jahre stellte er sich zudem als Führer im Schaustollen "Max" zu Verfügung.

Dank der Knappen

Diesen Dienst quittierte er jetzt, da er denkt, mit 80 das "Ruhestandsalter" erreicht zu haben. Knappen-Vorsitzender Armin Kraus, sein Stellvertreter Georg Rubenbauer sowie Stollenführer-Kollege Josef Rieder dankten Schaller für sein unermüdliches Engagement in Sachen "Bewahrung der Bergbautradition in Sulzbach-Rosenberg" und überreichten eine Anerkennung.

Weihnachten "unter Tage"

Wie Georg Schaller erzählt, war er von 1996 bis 2014 als Führer im Schaustollen "Max" im Einsatz. Es dürften wohl 500 Personen gewesen sein, die er durch den Stollen leitete.

Sein schönstes Erlebnis war dabei eine Weihnachtsfeier im Schaustollen mit Christbaum und allem was dazugehört. Beim Auszug erklang ganz feierlich das Steiger-Lied.

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